Pro Bahn: Milchkühe bleiben auf der Weide – Service Public bleibt Anliegen

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Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs nimmt mit Befriedigung Kenntnis vom Resultat der Volksabstimmung in Bezug auf die Milchkuh- und die Pro Service Public Initiative.

Dank dem Resultat hat das temporäre Ausspielen von der Strasse gegen die Schiene hoffentlich gestoppt und dieser Aspekt wieder in ein besseres Licht gerückt werden können. Eine Annahme hätte gravierende Einsparungen auch beim öffentlichen Verkehr bedeutet, was zu Angebotsverschlechterungen und noch mehr Preissteigerungen geführt hätte. Staus auf der Strasse hätten damit übrigens nicht aufgelöst werden können – im Gegenteil, dies hätte Landflächen für weitere Strassenausbauten beansprucht und damit die Weideflächen für Milchkühe noch mehr reduziert.

Ob die Annahme der Service Service Public Initiative tatsächlich gerade bei der Eisenbahn vermehrte Zugsbegleitung oder Schalteröffnungen nach sich gezogen hätte, darf kritisch hinterfragt werden. Beim Wegfall des Gewinns hätten diese Massnahmen keinen Bestand gehabt und deshalb hat der Zentralvorstand von Pro Bahn bei der Service Public Initiative eine „Nein“-Empfehlung abgegeben. Trotzdem aber darf für Pro Bahn Schweiz ein Service-Abbau bei der Eisenbahn kein Thema mehr sein. Gerade bei Schalterschliessungen haben die SBB nicht viel Phantasie bewiesen. Anstatt eine simple Schliessung zu verfügen, sollten Verkaufsalternativen (z. B. Stationshalter) gesucht werden, wie dies die Post ebenfalls tut und dabei noch Dienstleistungsverbesserungen erzielt.

Bei den Billetpreisen ist für Pro Bahn Schweiz die Schallgrenze erreicht. Weitere Erhöhungen liegen nicht mehr drin. Eine Reise ab Zürich nach Lausanne und zurück ohne Halbtaxabonnement ist mit rund 150 Franken in der zweiten Klasse schlicht und ergreifend zu teuer. Diese Einstiegsschwelle ist zu hoch und kann auch nicht mit dem Halbtaxabonnement abgefedert werden. Pro Bahn Schweiz begrüsst in diesem Zusammenhang die Herausgabe von Sparbilletten und ist der Ansicht, dass es gerade in dieser Beziehung gerne noch ein wenig mehr sein darf – und zwar in Bezug auf Menge und Rabatte.

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