Die Zentralbahn blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr im Jubiläumsjahr zurück. Sie steigerte dank starkem Nachfragewachstum die Verkehrserträge auf über 34 Mio. Franken und schliesst das Jahr mit einem Gewinn von 7.3 Millionen Franken ab. An der Generalversammlung wurde zudem der aktuelle Geschäftsführer Renato Fasciati verabschiedet und der Nachfolger Michael Schürch willkommen geheissen. Auch beim Verwaltungsrat gab es einen Wechsel. Auf Anna Barbara Remund folgt Toni Häne, Leiter Verkehr des SBB Personenverkehrs.

Die Zentralbahn blickt auf ein äusserst positives Geschäftsjahr 2015 zurück. Sie schliesst das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 7.3 Millionen Franken ab. Bei den Verkehrserträgen konnte das Rekordergebnis aus dem Jahr 2014 um über 10% auf 34.1 Mio. Franken gesteigert werden. Neben den höheren Verkehrserträgen durch die grosse Zunahme an Fahrgästen, weniger Fahrzeugreparaturen sowie Einmaleffekte sind die Gründe für das aussergewöhnlich gute Betriebsergebnis.

Erneut über 4% mehr Reisende und über 10% mehr Personenkilometer
Das Jahr 2015 geht erneut als ein Rekordjahr bezüglich Anzahl Reisenden und Personenkilometer in die Geschichte ein. Insgesamt reisten auf dem Streckennetz knapp 9.7 Mio. Fahrgäste (2014: 9.3 Mio.). Dies entspricht einem Zuwachs von über 4% gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl Personenkilometer stiegen ebenfalls und zwar über 10% auf 174.5 Mio. (2014: 157.7 Mio.).

Der Luzern-Interlaken Express legte mit knapp 17% mehr Personenkilometern (85.7 Mio.) bzw. mit über 8% mehr Fahrgästen (2.4 Mio.) stark zu. Aber auch die S-Bahnen konnten zulegen: Die S5 (Luzern – Giswil) um knapp 1%. auf 2.5 Mio. und die S4 (Luzern – Stans/Wolfenschiessen) um knapp 5% auf 2.3 Mio. Fahrgäste. Auch die Entlastungszüge S55 (+4.7%, neu 0.1 Mio. Fahrgäste) und die S44 (+ knapp 11%, neu 0.1 Mio. Fahrgäste) trugen zum positiven Ergebnis bei. Nach Engelberg reisten 5% mehr Fahrgäste (neu 1.4 Mio. Fahrgäste). Einzig der Regiozug Meiringen – Interlaken Ost verzeichnete ein Minus von 3% (neu 0.5 Mio. Fahrgäste).

Für Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn, ist dieses Ergebnis eine wichtige Bestätigung:

„Es zeigt, dass die Strategie der Zentralbahn greift und dass unsere Investitionen ins Angebot, ins Rollmaterial und in die Infrastruktur bei unserer Kundschaft gut ankommen. Den Erfolg haben wir besonders unseren 347 motivierten Mitarbeitenden zu verdanken.“

Die Zentralbahn entwickelte sich in ihrem elften Geschäftsjahr auch im Bereich der Qualität positiv.

„Pünktlichkeit, Sauberkeit, Sicherheit und Freundlichkeit sind die wichtigsten Qualitätsfaktoren eines Bahnunternehmens“

, sagt Anna Barbara Remund, Verwaltungsratspräsidentin der Zentralbahn.

Die Werte werden von den Kundinnen und Kunden positiv beurteilt.

„Uns freut insbesondere auch, dass unsere Kundinnen und Kunden die Freundlichkeit des Personals besonders schätzen“

, meint Anna Barbara Remund.

Aber auch die Pünktlichkeit ist bei der Zentralbahn auf höchstem Niveau. Die Anzahl Züge mit weniger als drei Minuten Verspätung lag bei 97%.

Die Zentralbahn entwickelt sich auch im Infrastruktur- und Rollmaterialbereich stets weiter. So ist aktuell die Doppelspur inkl. der neuen Haltestelle Sarnen Nord im Bau (Einweihung Anfang Dezember 2016). Vor etwas mehr als einer Woche wurde zudem der erste FINK-Triebzug der zweiten Serie in Luzern eingeweiht und offiziell dem Betrieb übergeben. In den nächsten fünf Monaten folgen nun vier weitere Züge vom Typ FINK. Sie ersetzen die über 45-jährigen Module, welche vor allem während den Pendlerzeiten als Verstärkung in der S-Bahn eingesetzt wurden.

In diesem Jahr gibt es bei der Zentralbahn gleich zwei personelle Veränderungen in der obersten Führung. Nach fünf Jahren wechselt Renato Fasciati, wie im Dezember 2015 bekannt wurde, als Direktor zur Rhätischen Bahn.

Für Renato Fasciati war diese GV ein emotionaler Moment:

„Ich verlasse mit der Zentralbahn ein gesundes, innovatives und äusserst dynamisches Bahnunternehmen. Es hat mir enorm Freude bereitet, die letzten fünf Jahre mit meinem Team die Geschäfte unserer Bahn entwickeln zu können.“

Für Anna Barbara Remund, Verwaltungsratspräsidentin der Zentralbahn, ist klar:

„Unter der Leitung von Renato Fasciati entwickelte sich die Zentralbahn zu einer Perle im öffentlichen Verkehr. Ich danke ihm herzlich für sein grosses Engagement und wünsche ihm alles Gute für die berufliche und private Zukunft.“

Als Nachfolger wurde im März 2016 Michael Schürch gewählt. Er übernimmt die operative Leitung der Zentralbahn ab anfangs Juli 2016.

Gleichzeitig wurde auch das Amt des Verwaltungsratspräsidiums neu besetzt, nachdem bekannt wurde, dass Anna Barbara Remund als stellvertretende Leiterin des Bundesamts für Verkehr gewählt wurde. Neu wird Toni Häne, Leiter Verkehr des SBB Personenverkehrs, das Präsidium des Verwaltungsrates der Zentralbahn übernehmen. Er wurde im Anschluss der Generalversammlung im Rahmen einer konstituierenden Verwaltungsratssitzung zum neunen Verwaltungsratspräsidenten der Zentralbahn gewählt.

Verwaltungsrat der Zentralbahn (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Paul Blumenthal, Wünnewil (Vertreter SBB); Alfred Bossard, Stans (Kanton Nidwalden), Benno Bucher, Bern (SBB), Peter Flück, Brienz (Bund); Toni Häne, Verwaltungsratspräsident, Bern (SBB); Hans-Jürg Spillmann, Belp (SBB); Hans Wallimann, Verwaltungsrats-Vizepräsident, Giswil (Kanton Obwalden).
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