Verkehrsverbund Luzern: Steigende Fahrgastzahlen im Geschäftsjahr 2015

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Die Anzahl Fahrgäste im Fern‐ und Regionalverkehr nahm auf der Bahnstrecke Emmenbrücke – Luzern zwischen 2004 und 2015 um rund 17‘000 Personen täglich am stärksten zu. / Quelle: Verkehrsverbund Luzern

Weiterhin mehr Fahrgäste, eine Verbesserung des Kostendeckungsgrads und wichtige Meilensteine in der Planung: Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) darf in einem anspruchsvollen Umfeld auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Mit dem vorliegenden Geschäftsbericht veröffentlicht der VVL erstmals detaillierte Fahrgastzahlen von Bahnstrecken und Bahnhöfen.

Im Vergleich zum Vorjahr waren 2.9 Prozent mehr Fahrgäste mit den vom VVL bestellten öV-Linien unterwegs, obwohl das Angebot bei den Kurskilometern praktisch gleich blieb. 2015 wurden total 109 Millionen Fahrgäste gezählt. Seit Gründung des VVL 2010 stieg die Nachfrage damit um rund 26 Prozent.

Beachtliche Entwicklung bei der Bahn
Die Zentralschweiz hat auf dem Bahnnetz eine beachtliche Entwicklung hinter sich. Das dokumentieren die erstmals veröffentlichen Zahlen von Bahnstrecken und Bahnhöfen, welche eine wichtige Grundlage für die Planung bilden. So nahm die Anzahl Fahrgäste im Fern‐ und Regionalverkehr auf der Bahnstrecke Emmenbrücke – Luzern zwischen 2004 und 2015 um rund 17‘000 Personen täglich am stärksten zu. Das entspricht einem Wachstum von 94 Prozent. Ebenfalls stark gewachsen sind die Bahnstrecken Ebikon – Luzern sowie Luzern Allmend/Messe – Luzern. Bei den Bahnhöfen zeigt die laufend verbesserte Verknüpfung von Bahn und Bus erste Wirkung: So sind Rothenburg mit 273 Prozent und Emmenbrücke Gersag mit 95 Prozent zwischen 2008 und 2014 am stärksten gewachsen. Auf der Landschaft weist der Bahnhof Sursee das grösste Wachstum auf. Dieser Bahnhof ist mit täglich rund 13‘000 Ein- und Aussteigern die zweigrösste öV‐Drehscheibe im Kanton Luzern. Spitzenreiter innerhalb der ganzen Zentralschweiz ist der Bahnhof Luzern mit rund 92‘000 Ein‐ und Aussteigern pro Tag.

„Damit diese positive Entwicklung anhält, investieren wir in neue Bushubs und neue S‐Bahn‐Verbindungen, wie der Einführung der S99 Luzern – Hochdorf ab Dezember 2016“

, so Pascal Süess, Geschäftsführer des VVL.

Besserer Kostendeckungsgrad
Der VVL leistete letztes Jahr Abgeltungen von 74 Millionen Franken an die 13 Transportunternehmen. Der Kostendeckungsgrad konnte wie in der kantonalen öV‐Strategie gefordert erneut gesteigert werden und liegt nun bei 53,7 Prozent. Verantwortlich dafür sind unter anderem Effizienzsteigerungen bei den Transportunternehmen und ein Wachstum bei den Verkehrseinnahmen. So nahm der Umsatz bei den Passepartout‐Tickets um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Insgesamt schliesst der VVL mit einem positiven Rechnungsergebnis ab. Damit auch das aktuelle Geschäftsjahr finanziell gemeistert werden kann, musste der VVL auf das Fahrplanjahr 2016 das Angebot punktuell abbauen.

„Dank dem haushälterischen Umgang mit unseren finanziellen Mitteln, sind wir gerüstet für die anstehenden Ausbauten ab Dezember 2016“

, ergänzt Pascal Suess.

Wichtige Meilensteine in der Planung
Ein Schwergewicht der Tätigkeiten des VVL im Jahr 2015 bildete die Erarbeitung von Agglo-Mobil tre, die Mitarbeit beim Gesamtverkehrskonzept für das Agglomerationszentrum oder beim Planungsbericht Durchgangsbahnhof Luzern. Weiter gelang es dem VVL mit innovativen Ansätzen wie Taxito oder Mobilitätsmanagement, den öV zu fördern. Beim Tarifverbund Passepartout stand das Geschäftsjahr 2015 ganz im Zeichen des neuen Tarifzonenplans, welcher auf Dezember 2014 eingeführt wurde. Die Rückmeldung zeigen, dass sich mit dem neuen Tarifzonenplan das Reisen im öV vereinfacht hat.

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