Öffentliche Planauflage für Modernisierung des Bahnhofs Montbovon

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Am 10. Juni 2016 haben die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) und die Eisenbahngesellschaft Montreux – Oberland Bernois (MOB) ihr Projekt für die Modernisierung des Bahnhofs Montbovon öffentlich aufgelegt. Das Bauvorhaben sieht den Ausbau eines 200 m langen Perrons sowie eine Anpassung der Infrastrukturen an das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) vor. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2018 vorgesehen.

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Gare de Montbovon (Visualisation). / Source: Transports publics fribourgeois Holding (TPF)

Bahnhof Montbovon (Visualisierung). / Quelle: Freiburgische Verkehrsbetriebe Holding (TPF)

Das auf 30 Millionen Franken veranschlagte Projekt wird von den Freiburgischen Verkehrsbetrieben (TPF) und von der Eisenbahngesellschaft Montreux – Oberland Bernois (MOB) gemeinsam realisiert. Der Bahnhof Montbovon stellt eine strategische Schnittstelle zwischen der TPF-Bahnlinie nach Bulle und der MOB-Bahnlinie zwischen Montreux und Zweisimmen dar. Dank der vorgesehenen Bauarbeiten wird dieser für den Tourismus wichtige Bahnhof auch die 200 m langen Züge des „Goldenpass Express“ aufnehmen können, da der Bahnhof zwei Perrons von jeweils 259 m und 214 m Länge – die längsten des Kantons Freiburg an einer Schmalspurlinie – erhalten wird.

Das eingereichte Baugesuch bezieht sich auf zwei Zufahrtsstrassen, die zum Wohnquartier „de l’Auge“ führen und die Aufhebung der Bahnübergänge in unmittelbarer Nähe erlauben. Weiter wird auch eine abseits liegende Zone für die Dienstgeleise, eine Laderampe und eine Lagerhalle vorgesehen.

Anpassung an das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG)
Neben dem Umbau der Perrons sieht das Modernisierungsprojekt des Bahnhofs auch eine Erneuerung der Sicherheits-, Signal- und Weichenanlagen vor. Zudem sind verschiedene Arbeiten für die Anpassung an das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) notwendig. So sind breitere und erhöhte Perrons vorgesehen, die der Höhe des seit 2015 verkehrenden Rollmaterials der TPF angepasst werden und so ein niveaugleiches Einsteigen ermöglichen. Gleichzeitig wird eine Bahnunterführung den Zugang zu den Zügen in beiden Fahrrichtungen erleichtern, während die visuellen wie auch akustischen Informationseinrichtungen des Bahnhofs für die Reisenden vollkommen erneuert werden.

Architekturwettbewerb für die Bahnhofüberdachung
Darauf besorgt, den typischen Aspekt der „Chalet-Bahnhöfe“ zu bewahren, haben die Freiburgischen Verkehrsbetriebe einen Architekturwettbewerb durchgeführt, um eine für die Bahnhöfe Montbovon und Vuadens angemessene Überdachung zu entwickeln. Nach Abschluss des Wettbewerbs wurde dem Projekt des Architekturbüros RBCH architectes Sàrl der Zuschlag erteilt, da es leichte und diskrete Dachstrukturen vorschlug, die sich einwandfrei in die Bauart der „Chalet-Bahnhöfe“ einordnen lassen, und zwar mit gerade nur so viel Modernität wie notwendig.

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