Tour de France in Bern: Neuartige Tramschienenabdeckung

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Damit den Radprofis Tour de France in Bern beim Zielspurt die Tramgleise nicht in die Quere kommen, wurde eine neuartige Schienenabdeckung entwickelt.

Stürzende Radfahrer auf der Zielgeraden: Das wäre ein Horror-Szenarium, das unbedingt verhindert werden soll. Daher hat sich das städtische Tiefbauamt gemeinsam mit Fachspezialisten dieser Aufgabe bereits im Winter angenommen und diverse Systeme und Varianten getestet. Was auf dem Papier einfach tönt, entpuppte sich bei näherer Betrachtung als höchst knifflige Aufgabe.

„Andernorts wurde bisher jeweils mit zusätzlichem Strassenbelag zur Überdeckung der Schienen gearbeitet“

, erklärte der zuständige Projektleiter Patrik Gräppi.

„Wir verwarfen diese Variante rasch, da der rund 5,5 Zentimeter dicke Belag Tonnagen von Material erfordert hätte, um die kritischen Perimeter Guisanplatz, Helvetiaplatz, Papiermühlestrasse, Casinoplatz und Seftigenstrasse abzudecken.“

Zudem liessen sich derartige Beläge nach der Tour nicht so rasch wieder ausbauen. Letztlich hat das Tiefbauamt-Team zusammen mit der Firma Sika eine Lösung gefunden, welche sowohl bei Regenwetter, wie auch bei heissen Sommertemperaturen, zuverlässig funktioniert: Eine erste Spezialfolie wird über die Schiene gelegt, anschliessend der Hohlraum mit Quetschmaterial gefüllt. Als Abschluss wird über das Ganze eine zweite Folie geklebt. Diese Methode gewährleistet optimale Sicherheit, einen raschen Auf- und Abbau und vertretbare Kosten.

„Wir sind einen weiten Weg gegangen“

, bilanziert Gräppi.

„Aber er hat sich gelohnt. Wir verfügen nun über eine überzeugende Lösung.“

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