Appenzeller Bahnen: Baustart für die Neubaustrecke geglückt

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Wichtigstes Ereignis im Geschäftsjahr 2015 der Appenzeller Bahnen (AB) war der Erhalt der Baubewilligung für die Neubaustrecke in der Ruckhalde. An der Generalversammlung der AB in Altstätten konnte im Juni 2016, sechs Monate nach dem Baustart, ein positives Zwischenfazit gezogen werden. Die Modernisierung ist auf Kurs.

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Der Geschäftsbericht 2015 der AB. / Quelle: Appenzeller Bahnen

Der Start für die Modernisierung der Appenzeller Bahnen wurde im November 2015 eingeleitet. Mit der Baubewilligung des Bundesamtes für Verkehr sind die Baumaschinen im Riethüsli Quartier und im AB-Bahnhof St. Gallen aufgefahren. Sechs Monate später waren bereits deutliche Fortschritte in der Ruckhalde sichtbar. Beide Tunnelportale nahmen Gestalt an und im AB-Bahnhof St. Gallen waren die Schienen bereits verlegt und miteinander verbunden. Termine und Kosten bei diesem Grossprojekt sind auf Kurs. Die grösste Herausforderung steht noch an. Im Juli 2016 begannen die Sprengungen und der Tunnelvortrieb in der Ruckhalde.

Modernisierung des Rollmaterials und der Infrastruktur
Im Zusammenhang mit der Modernisierung der AB werden auch die Fahrzeuge ersetzt. Sowohl auf der neuen Infrastruktur zwischen Trogen und Appenzell werden ab 2018 neue Züge zum Einsatz kommen, wie auch auf der Linie Gossau – Appenzell – Wasserauen. Die Firma Stadler liefert zwei unterschiedliche Fahrzeugtypen der AB. Diese versprechen einen grösseren Komfort.

Neben der Planung der Grossprojekte, hat die Abteilung Infrastruktur 2015 rund 60 Bahnübergänge saniert. Der Aufwand lohnt sich. Die Unfallzahlen an Bahnübergängen sind kontinuierlich zurückgegangen. Von 28 Kollisionen im 2011 auf 13 Kollisionen im 2015. In dieser Zeitspanne haben die AB 180 Bahnübergänge saniert oder aufgehoben. Die Sanierungsarbeiten gehen weiter. Noch sind rund 170 Bahnübergänge zu sanieren.

Jahresabschluss positiv
Die Finanzierung dieser Modernisierung und des Bahnbetriebes bleibt eine Herausforderung und ist nur dank der Mitwirkung von Bund und Kantone realisierbar. 2015 konnte mit einem knapp positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Sonderabschreibungen auf die Fahrzeuge der Linie St.Gallen – Trogen, welche verkauft werden sollen, haben das Ergebnis auf eine schwarze Null gesenkt. Rund fünf Millionen Fahrgäste sind im vergangenen Jahr mit der AB gereist.

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Erstellt: 24. Jun 2016 @ 16:53

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