Nach Unwetter: SOB-Strecke Biberbrugg – Samstagern wieder offen

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Das durch Unwetter überflutete SOB-Stellwerk in Schindellegi. / Quelle: Schweizerische Südostbahn

Das Stellwerk der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) in Schindellegi konnte nach dem Wasserschaden aufgrund eines heftigen Gewitters in der Nacht auf Dienstag, 26. Juli 2016 umfassend repariert und wieder schrittweise hochgefahren werden. Die SOB testete am 29. Juli die einzelnen Relais bzw. Signal- und Barrieresteuerungen auf ihr sicheres Funktionieren und führt deshalb auch Probefahrten durch. Die Testresultate waren positiv, sodass der normale Bahnbetrieb ab Samstag früh wieder aufgenommen werden konnte.

Ein heftiges Unwetter in der Nacht von Montag auf Dienstag (25./26. Juli 2016), in der Region Zürichsee, flutete das Stellwerk-Gebäude in Schindellegi SZ, es stand gut einen Meter unter Wasser. Die anschliessende Wiederinbetriebnahme des Stellwerks war sehr aufwändig. Nachdem der Raum des Stellwerks ausgepumpt und getrocknet war, mussten die einzelnen Steuerelemente für Signale und Barrieren kontrolliert werden. Gut die Hälfte dieser 300 Relais konnten die SOB-Mitarbeitenden von Hand reinigen und wieder einsetzen, die andere Hälfte mussten sie ersetzen.

Die Stromversorgung und viele andere Komponenten mussten ersetzt werden. Viele Bahnen aus der ganzen Schweiz und die Industrie haben der SOB ihre Teile unkompliziert zur Verfügung gestellt. Danach konnten die einzelnen Signalanlagen Schritt für Schritt wieder in Betrieb genommen werden. Erste Tests und Probefahrten am Freitag stimmten die Verantwortlichen sehr zuversichtlich, sodass der fahrplanmässige Bahnbetrieb am Samstag wieder aufgenommen werden konnte.

Für den sicheren Bahnbetrieb ist die zuverlässige Funktion der Signale zentral. Sie steuern rot und grün für das Lokpersonal, heben und senken die Bahnschranken an den kreuzenden Strassen und helfen der Betriebsführung bei der Überwachung der Züge.

Dank an Reisende und Mitarbeitende
Durch den Streckenunterbruch haben zahlreiche Reisende einen Zeitverlust in Kauf nehmen müssen. Die SOB entschuldigt sich bei den Bahnkundinnen und Bahnkunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

„Trotz einiger negativer Reaktionen sind wir auf viel Verständnis für das Naturereignis bei unseren Bahnreisenden gestossen“

, sagt Markus Barth, Geschäftsleitungsmitglied der SOB,

„das zeigt uns, dass sich das grosse Engagement unserer Mitarbeitenden, die Überstunden geleistet, aus den Ferien geholt wurden und mehrschichtig gearbeitet haben, gelohnt hat. Ihnen gebührt ebenfalls ein grosser Dank.“

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Erstellt: 26. Jul 2016 @ 11:47

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