Im ersten Semester 2016 verzeichnete Hupac eine Verkehrssteigerung von 12,3% gegenüber 2015.

Der Schweizer Kombi-Operateur Hupac schloss das erste Halbjahr 2016 mit einem Verkehrszuwachs von 12,3% ab. Insgesamt wurden rund 40.000 Strassensendungen mehr transportiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs.

„Unsere Wachstumsstrategie zeigt Erfolg, trotz des Dieselpreis-Vorteils der Strasse und der Schwäche des Euro-Kurses“

, stellt Geschäftsführer Bernhard Kunz fest.

In der Business Unit Shuttle Net sind die neuen Verbindungen Venlo – Busto Arsizio, Zeebrugge – Novara und Rotterdam – Brescia zu erwähnen, sowie Frequenzerhöhungen auf den Relationen Köln – Novara und Duisburg – Busto Arsizio. Im Raum Osteuropa wurde das Netzwerk Polen neu strukturiert und die Achse Österreich-Ungarn-Rumänien-Balkan-gestärkt. Die Verbindung Novara – Triest schliesst die Märkte Griechenland und Türkei via Seeverbindung an das Shuttle-Netz an. Auch die Business Unit Company Shuttle konnte zahlreiche Projekte umsetzen.

Hupac entwickelt gezielt den Markt der Megatrailer-Transporte im transalpinen Kombinierten Verkehr. Mittlerweile bietet das Unternehmen wöchentlich 70 Abfahrten für 4-Meter-Transporte zwischen Italien und den Destinationen Rotterdam, Zeebrugge, Antwerpen, Köln, Ludwigshafen, Lübeck und Taulov via Lötschberg und Brenner an.

„2020 geht der Vier-Meter-Korridor via Gotthard in Betrieb. Wir wollen dem Markt bereits heute Perspektiven aufzeigen, um zu gegebener Zeit die Verkehrsverlagerung umso stärker zu unterstützen“

, betont Kunz.

Im zweiten Halbjahr 2016 wird Hupac das Angebot über den Vier-Meter-Korridor Lötschberg mit weiteren zehn Abfahrten stärken.

Doch nicht nur die positive Marktentwicklung war ausschlaggebend für das Verkehrswachstum der Hupac im ersten Semester, sondern auch die aktive Bewältigung der weiterhin bestehenden Qualitätsmängel im Bahnsystem. Durch gezielte Investitionen stehen Hupac heute mehr Bahnressourcen zur Verfügung. Doch es sind strukturelle Veränderungen nötig, um den Schienengüterverkehr wettbewerbs- und zukunftsfähig zu gestalten.

Kunz:

„Wir begrüssen das Prinzip der leistungsabhängigen Entgeltregelung gemäss EU-Richtlinie 2012/34. Durch Anreize sollen sowohl die Infrastrukturbetreiber als auch die Eisenbahnverkehrsunternehmen motiviert werden, die Störungen zu minimieren und die Leistung des Bahnsystems zu erhöhen. Wir erwarten, dass die EU-Mitgliedstaaten dieses Prinzip zügig umsetzen. Es ist in unser aller Interesse, wenn wir die Qualität im Schienengüterverkehr markant und nachhaltig verbessern.“

Verkehrsentwicklung im 1. Halbjahr 2016
Anzahl Strassensendungen

2016

2015

in %

Transalpin via CH

231.793

192.905

20,2

Transalpin via A

18.458

20.602

– 10,4

Transalpin via F

1.628

1.894

– 14,1

Nicht-transalpin

124.640

119.894

4,0

Gesamt

376.519

335.295

12,3

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