Am 23. August 1916 wurde die Strecke zwischen Brienz und Interlaken Ost offiziell eröffnet. Damit war das letzte Teilstück für die durchgängige Bahnfahrt zwischen Luzern und Interlaken Ost geschaffen und ein Umsteigen auf das Dampfschiff war nicht mehr nötig. Die Zentralbahn feierte dieses Jubiläum zusammen mit dem Verein „Ballenberg Dampfbahn“ am Samstag, 3. September 2016 in Brienz mit einem Volksfest.

Der Bau der Brünigstrecke zwischen Alpnachstad und Brienz begann am 25. August 1886; knapp zwei Jahre später fuhren die ersten Züge auf dieser Strecke. Die Reisenden kamen mit dem Dampfschiff von Luzern nach Alpnachstad. Hier musste auf den Dampfzug und in Brienz schliesslich wieder aufs Dampfschiff nach Interlaken umgestiegen werden.

Während dem die Strecke von Luzern nach Alpnachstad bereits ein Jahr später im 1889 eröffnet wurde, kam das letzte Teilstück zwischen Brienz und Interlaken Ost erst am 23. August 1916 hinzu.

„Vor drei Jahren durften wir das 125-jährige Jubiläum der Brünigstrecke zwischen Alpnachstad und Brienz feiern und heuer das 100-jährige zwischen Brienz und Interlaken Ost. Solche Pioniertaten sind beeindruckend und spornen uns an, auch in der heutigen Zeit zukunftsweisend und längerfristig zu denken“

, meint Michael Schürch, Geschäftsführer der Zentralbahn.

Und gleichzeitig ist ihm auch bewusst, dass heute ein idealer Zeitpunkt ist, inne zu halten und bewusst zurück zu schauen, denn:

„wir wären heute nicht da, wenn das damals nicht geschaffen worden wäre.“

Dieses Jubiläum hat die Zentralbahn am Samstag, 3. September 2016 zusammen mit dem Verein „Ballenberg Dampfbahn“ mit einem Volksfest in Brienz gefeiert. Über 1000 Besucherinnen und Besucher wohnten bei sommerlichem Wetter diesem Fest bei. Einer der Höhepunkte des Festes war die Taufe des ADLER‘s ABeh 150 201 des „Luzern-Interlaken Express“ auf den Namen „Bern“.

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Ein Zug zum Jubiläum: Regierungsrätin Barbara Egger-Jentzer und Geschäftsführer der Zentralbahn Michael Schürch vor dem frisch getauften ADLER-Zug ABeh 150 201. / Quelle: ZB Zentralbahn

Für die Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer ein emotionaler Moment:

„Es ist für mich als Verkehrsdirektorin ein tolles Gefühl, dass ein Zug der Zentralbahn dem Kanton Bern gewidmet wird.“

Beim Jubiläum ist für sie besonders beeindruckend, wie auf engem Raum in den letzten Jahren immer wieder historische Jubiläen gefeiert werden (2010: 175 Jahre Schifffahrt Thunersee, 2012: 100 Jahre Jungfraubahnen, 2013: 125 Jahre Brünig-Bahn, 2017: 125-Jahre Brienz-Rothorn Bahn).

„Das Berner Oberland war schon immer sehr innovativ und mit viel Pioniergeist bestückt. Diese Momente gilt es mit viel Stolz bewusst zu feiern.“

Erst 1941 kam der Strom
Über fünfzig Jahre lang pusteten die Dampflokomotiven über den Brünig. Als eine der letzten Verbindungen im Schweizer Eisenbahnnetz wurde auch die Brünigbahn elektrifiziert. Im November 1941 standen die neuen Fahrleitungen zwischen Luzern und Brienz und ein Jahr später auch bis nach Interlaken Ost unter Strom. Das bedingte auch Konstruktion und Bau von elektrischen Lokomotiven.

Aus SBB und LSE wurde im Jahr 2005 die zb Zentralbahn AG
Im Jahr 2005 fusionierten die „SBB Brünig“ und die Luzern-Stans-Engelberg Bahn „LSE“ zur „ZB Zentralbahn AG“ mit Sitz in Stansstad. Seit dieser Fusion wurde in den letzten Jahren enorm viel in die Zentralbahn investiert, so dass aus den ehemaligen Provinzbahnen eine der modernsten Meterspurbahnen Europas geworden ist. Das Angebot wurde stetig ausgebaut, das Rollmaterial erneuert und die Infrastruktur modernisiert. Trotz all dieser Moderne ist der Zentralbahn das Historische ganz wichtig.

„Spezielle Angebote mit historischen Zügen sind beim Publikum sehr beliebt. Eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen „Ballenberg Dampfbahn“ und „ZB Historic“ ermöglichen uns, solche Fahrten zusammen mit ihnen anzubieten.“

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Erstellt: 6. Sep 2016 @ 17:59

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