Zugsgefährdung im Bahnhof Zürich Giesshübel am 28. Januar 2016

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Eine Zugskomposition sollte am 28. Januar 2016, um 06:32 Uhr, von der Abstellanlage in Zürich Giesshübel als Rangierfahrt bis vor das Ausfahrsignal Seite Zürich gefahren werden. Ab dem Ausfahrsignal sollte der Zug als Leerfahrt nach Zürich HB fahren.

Der Lokführer der Rangierbewegung fuhr die Komposition um rund 170 m über das Ausfahrsignal hinaus auf das Streckengleis Richtung Zürich und schnitt dabei die Ausfahrweiche auf. Von Zürich her in Gegenrichtung war bereits eine Zugfahrstrasse für eine S-Bahn eingestellt. Beim Aufschneiden der Weiche in Zürich Giesshübel durch die Rangierfahrt wurde das Ausfahrsignal von Zürich Selnau für die entgegenkommende S-Bahn auf „Halt“ zurückgestellt. Der Lokführer der S-Bahn bemerkte rund vier Sekunden vor Vorbeifahrt das auf „Halt“ wechselnde Signal und leitete eine Schnellbremsung ein. Die S-Bahn überfuhr das Ausfahrsignal um rund 40 m. Die beiden Zugskompositionen waren nach dem jeweiligen Anhalten noch rund 120 m zueinander entfernt.

Schlussfolgerung
Vorschriften, Abläufe, Erkennbarkeit und Eindeutigkeit der Signale sowie die Sichtverhältnisse sind eindeutig und haben nicht zum Vorfall beigetragen. Die SUST kommt zum Schluss, dass der schwere Vorfall durch ein individuelles Fehlverhalten des Lokführers der Rangierbewegung ausgelöst wurde. Die SZU hat die gebotenen Massnahmen getroffen.

Deshalb verzichtet die SUST gestützt auf Art. 29 Abs.1 der Verordnung über die Sicherheitsuntersuchung von Zwischenfällen im Verkehrswesen (VSZV) i.V. mit Art. 45 VSZV auf weiterführende Untersuchungshandlungen und schliesst die Untersuchung mit einem summarischen Bericht ab.

Beteiligte Unternehmen:

  • Transport und Infrastrukturunternehmen: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU
Info

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