Regionale Verkehrskonferenz Zimmerberg (RVK) in Adliswil

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Informationen zum Fahrplanverfahren 2018-2019 und die Fahrplanbegehren der Gemeinden im Bezirk Horgen waren Haupttraktanden der RVK vom 9. November 2016 in Adliswil.

Die Delegierten der Zimmerberg-Gemeinden, Vertreterinnen und Vertreter aller Bahn-, Bus- und Schifffahrtsunternehmen, welche in der Region tätig sind, sowie des Zürcher Verkehrsverbundes ZVV trafen sich im Reformierten Kirchgemeindesaal in Adliswil zur Regionalen Verkehrskonferenz. Geleitet wurde sie vom RVK-Präsidenten Richard Gautschi (Gemeinderat Thalwil). Für die Organisation waren die Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU AG als Marktverantwortliches Unternehmen (MVU) zusammen mit der Gemeinde Adliswil zuständig.

Finanzielle Vorgaben für den Angebotsausbau
Nach der Leistungsüberprüfung 2016 des Zürcher Regierungsrates sind finanzielle Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs nur sehr beschränkt vorhanden. Im Fahrplanjahr 2018 können deshalb nur Massnahmen zur Behebung von Kapazitätsengpässen und für die Verbesserung der Betriebsstabilität umgesetzt werden. Im Fahrplanjahr 2019 hingegen stehen finanzielle Mittel bereit, welche zur punktuellen Anpassung des ÖV-Angebots in der Zimmerbergregion eingesetzt werden können.

Hindernisfreier Ausbau von Bushaltestellen
Die Vertreterin des ZVV wies die Anwesenden auf das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) hin, welches einen grundsätzlichen Rechtsanspruch auf Mitnahme mit dem öffentlichen Verkehr ab 2024 vorsieht. Der Strasseneigentümer – sprich: Gemeinde oder Kanton – ist für den fristgerechten hindernisfreien Ausbau der Bushaltestellen zuständig. Um die Umsetzung bis 2024 sicherzustellen ist aus Sicht des ZVV noch ein erhöhter Effort der Strasseneigentümer notwendig.

Zusätzlicher Verbindung von Samstagern nach Wädenswil
An der RVK forderte die Gemeinde Richterswil eine zusätzliche SOB-Verbindung zwischen Samstagern und Wädenswil als Ersatz für den früheren Gipfeli-Express. Diese zusätzliche Verbindung hat in Wädenswil Anschluss an die S8. Das Begehren wurde einstimmig angenommen. Bis zur öffentlichen Auflage vom März 2017 prüft der ZVV, wie dieses Begehren zu behandeln ist, da die SOB selber kein MVU im ZVV ist und die Leistung vom Kanton Schwyz bestellt werden müsste.

Zukünftiges Fernverkehrsangebot auf der Linie Zürich HB – Thalwil – Zug – Luzern
Ab dem Beginn von Bauarbeiten am Zugersee (voraussichtlich 2019) hat der Interregio zwischen Zürich und Luzern eine neue Fahrplanlage. Dies führt dazu, dass auf dieser Fernverkehrsachse nur noch ein Interregio pro Stunde und Richtung in Thalwil halten wird. Das zukünftige Angebot zwischen Zürich und Luzern ist Teil des nationalen Fahrplanverfahrens. Für das nationale Fahrplanverfahren ist die RVK nicht zuständig. Trotzdem wurde die Streichung dieses IR-Halts an der Konferenz ausführlich diskutiert. Die Gemeinden des Bezirks Horgen sehen dies als einschneidenden Abbau im ÖV-Angebot der Region und fordern die SBB auf, die Streichung dieses Halts zu überdenken.

Weitere Begehren der Zimmerberg-Gemeinden
Total gab es an der RVK vom letzten Mittwoch elf Begehren aus fünf Gemeinden und zwei Begehren, welche die SZU als Marktverantwortliches Unternehmen eingereicht hat. Von diesen Begehren wurden vier angenommen, zwei abgelehnt und zwei zurückgestellt. Über die fünf restlichen Begehren wurde nicht abgestimmt, da diese den Delegierten nur zur Kenntnisnahme unterbreitet wurden. Die angenommenen Begehren werden in der öffentlichen Auflage vom März 2017 publiziert.

Nächste RVK
Die nächste RVK findet im Mai 2017 statt. Haupttraktandum wird dann die Behandlung der im Rahmen der öffentlichen Fahrplanauflage vom März 2017 aus der Bevölkerung eingegangenen und von den Gemeinden unterstützten Begehren zum Fahrplan 2018-2019 sein.

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