Schlussbericht der SUST über den Rangierunfall vom 30. April 2015 in Landquart [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 19. November 2016 veröffentlicht.

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Skizze der Situation nach dem Rangierunfall vom 30. April 2015 in Landquart. / Quelle: SUST

In Landquart wurde am 30. April 2015, um 08:10 Uhr, eine Rangierbewegung mit Kesselwagen vom Bahnhof in die Industrie- und Anschlussgleisanlage gegen das Tanklager geschoben. Auf dem Anschlussgleis wurde eine falsch stehende Weiche übersehen, weshalb ein an einer Verladerampe stehender Güterwagen seitlich vom vordersten Wagen getroffen wurde. Der vorderste, mit Dieselöl beladene Kesselwagen geriet in Schräglage und die Güterwagen an der Rampe sowie ein Verschubtraktor wurden leicht bis stark beschädigt. An der Gleisanlage entstand kein Schaden. Es gab keinen Gefahrgutaustritt und keine Verletzten.

Ursachen
Die Entgleisung und Kollision von Güterwagen am 30. April 2015 in Landquart ist darauf zurückzuführen, dass der Rangierleiter die Stellung einer Weiche gegen abgestellte Wagen nicht erkannte.

Zum Unfall haben beigetragen:

  • Das Abarbeiten von mehreren Aufgaben durch den Rangierleiter unter dem selbstauferlegten Zeitdruck einer anrollenden und schneller werdenden Rangierbewegung.
  • Keine auffälligen Anzeigen für die Stellung der Weiche.

Sicherheitsempfehlungen
Im Rahmen der Untersuchung werden im Schlussbericht zwei Sicherheitsempfehlungen ausgesprochen.

Und so sieht der reparierte Kühlwagen der RhB wieder aus:

Gepostet von Willy Hartmann am Samstag, 19. November 2016

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