Halbzeit-Bilanz: Petition gegen Serviceabbau beim Billettkauf mit 22’000 Unterschriften

Protest gegen Serviceabbau bei der SBB nimmt weiter zu.

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Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz zieht Halbzeit-Bilanz bei der Petition gegen den Serviceabbau beim Billettkauf. Bisher sind 22’000 Unterschriften zusammengekommen. Der Protest gegen die Massnahme wird von immer mehr Organisationen und Einzelpersonen getragen.

Seit gut zwei Monaten sammelt der VCS Verkehrs-Club der Schweiz zusammen mit seinen kantonalen Sektionen und mit starker lokaler Unterstützung von betroffenen Gemeinden und Verkaufsstellen, lokalen politischen Parteien, Einzelpersonen und Verbänden Unterschriften gegen den von der SBB angekündigten Serviceabbau beim Billettverkauf. Bis heute sind rund 22’000 Unterschriften zusammengekommen, zum grossen Teil aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau und dem Tessin [siehe unten].

Am Morgen des 23. Novembers 2016 hat eine Delegation des VCS die Unterschriftenbögen am Hauptsitz der SBB abgegeben.

Dabei betonte Evi Allemann, Präsidentin des VCS:

„Wir sind für einen starken Service Public. Deshalb wollen wir eine kundenfreundliche SBB.“

Mit dem Abbau der 52 Schalter entferne sich die SBB von ihren Kundinnen und Kunden, insbesondere von den älteren Menschen und von Menschen mit Behinderungen sowie von all jenen, die persönliche Beratung beim Billettkauf schätzen. Die digitalen Kanäle – insbesondere die neue App – entwickeln sich zwar in die richtige Richtung und sind einfach zu bedienen. Doch solange nicht alle Billette, insbesondere diejenigen für den internationalen Verkehr, ebenfalls schnell und unkompliziert auf dem Mobiltelefon gekauft werden können, braucht es persönliche Beratung.

Das zeigt auch das grosse Engagement von Parteien und Verbänden. Unterstützung erhält der VCS von folgenden Organisationen:

  • Graue Panther Nordwestschweiz
  • Pro Bahn Schweiz
  • Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr, IGöV
  • Schweizerisches Konsumentenforum kf
  • FRC – Fédération Romande des Consommateurs
  • Blinden- und Sehbehindertenverband Schweiz
  • Behindertenkonferenz Zürich

Der VCS fordert die SBB deshalb auf, die bewährte Partnerschaft für den bedienten Billettverkauf durch Dritte an 52 Standorten beizubehalten oder mit den Kanton und Gemeinden Lösungen zu finden. Der VCS wird bis Ende Februar 2017 weiter Unterschriften sammeln und diese der SBB Mitte März übergeben.

Eingerechnet in die 22’000 Unterschriften sind Aktionen, die unabhängig von der Petition des VCS laufen: Im Tessin wehren sich rund 7’500 Unterzeichnende gegen die Schliessung des Schalters in Giubiasco, in Ermatingen haben bis jetzt rund 1’200 Menschen unterschrieben. Zusätzliche Unterschriften sind aus Wipkingen direkt an die SBB gerichtet worden.

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