Das sehr schöne Bergwetter in der zweiten Sommerhälfte und ein goldener Herbst haben viele Menschen in die Höhe gelockt. Per Ende Oktober verzeichneten die Seilbahnen 6,2 Prozent mehr Gäste als vor einem Jahr. Und der Transportumsatz ist gleich hoch wie im bereits guten Sommer 2015. Dies zeigt das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz.

Die Schweizer Seilbahnen blicken auf eine erfreuliche Sommersaison zurück. Im Vergleich mit dem bereits sehr guten letztjährigen Sommer legten die Gästezahlen um 6,2 Prozent zu, und der Umsatz aus dem Personentransport bewegt sich auf Vorjahresniveau (-0,1 Prozent). Dies zeigt das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz (SBS).

Den höchsten Gästezuwachs verzeichneten das Berner Oberland, die Ostschweiz und das Wallis  [siehe Tabelle unten]. Die Zentralschweiz liegt diesen Sommer etwas zurück – diese Region konnte nicht ganz an ihre letztjährigen Spitzenwerte anknüpfen.

Wie immer haben sich die Gästezahlen und der Transportumsatz auch dieses Jahr zum Teil nicht parallel entwickelt. Die Gründe dafür sind jeweils sehr unterschiedlich; hier hinein spielen zum Beispiel Marketingaktionen (z.B. von Banken oder Grossverteilern) oder Bauprojekte (temporäre Schliessung wegen Um-/Neubauten etc.).

Schwieriger Start – goldener Abschluss
Das Saisonresultat ist umso positiver zu beurteilen, als der Start in den Sommer mit nasskaltem Wetter bis in den Juli hinein wenig zuversichtlich stimmte. Das ausgesprochen schöne Wetter in der zweiten Sommerhälfte und der goldene Herbst lockten dann aber viele Menschen in die Berge, was letztlich doch noch für ein erfreuliches Saisonergebnis sorgte.

Sommergeschäft gezielt gestärkt
Mitentscheidend für das gestiegene Gästeaufkommen: In den letzten Jahren haben die Seilbahnunternehmungen verstärkt in neue Angebote für Sommergäste investiert. Denn Wandern und eine tolle Aussicht sind längst nicht mehr das einzige, was Menschen in die Berge zieht. Aktivitäten-Angebote wie Sommerrodelbahnen, Mountainbike (Trails, Downhill-Pisten), Trottinett-Vermietung, Klettertürme, spektakuläre Aussichtsplattformen und Seilbrücken, aber auch neuartige Spielplätze, Erlebnisgastronomie und Wellness sorgen dafür, dass neue Gästesegmente in die Berge reisen. Dies wiederum stärkt für die Bahnunternehmungen die Wertschöpfung im Sommergeschäft.

Sommersaison 2016 der Seilbahnen (Veränderung gegenüber Vorjahr, Saisonstart bis Ende Oktober)

RegionErsteintritteUmsatz Transport
Graubünden1,2 %-4,2 %
Zentralschweiz-1,5 %-6,0 %
Ostschweiz9,5 %13,6 %
Berner Oberland11,3 %1,3 %
Freiburger und Waadtländer Alpen-2,8 %11,4 %
Wallis7,2 %0,9 %
Tessinkeine Angabenkeine Angaben
Schweiz6,2 %-0,1 %
Das Saison-Monitoring
Seilbahnen Schweiz führt seit 2013 ein Saison-Monitoring durch. In einer monatlichen stichprobeartigen Datenerhebung werden die Umsatz- und Gästezahlen von repräsentativ ausgewählten Seilbahnunternehmen gesammelt. Die Daten der monatlichen Veränderungen zum Vorjahr erlauben einen zeitnahen Blick auf die tendenzielle Saisonentwicklung. Die aktuellen Zahlen sind abrufbar unter: www.seilbahnen.org/Saison-Monitoring

 

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