10 Jahre Matterhorn Terminal Täsch

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Bis zu 12’000 Gäste an Spitzentagen und fast 1.6 Millionen jährlich nutzen heute das Matterhorn Terminal Täsch (MTT) als Umsteigeplattform vom Auto auf den Bahnshuttle von und nach Zermatt. Eine Erfolgsstory, die jetzt ihr 10-jähriges Jubiläum feiert.

Als Täsch 1972 an die Kantonsstrasse angeschlossen wurde, war das zugleich die Geburtsstunde der Genossenschaft Parking Täsch. Um den mit dem Auto nach Zermatt anreisenden Gästen eine Parkmöglichkeit zu geben, richteten einige Bodeneigentümer in der Nähe des Bahnhofs auf ihren Parzellen einen Parkplatz ein. Bis dahin war es für die mit dem Gäste mühsam, ins autofreie Zermatt zu gelangen. Dank der günstigen Lage von Täsch nur knapp sechs Kilometer vor dem Matterhorndorf und der weiterhin stetig zunehmenden Besucherentwicklung nahm die Nachfrage nach Parkmöglichkeiten immer weiter zu. Von wenigen hundert Quadratmetern zu Beginn wuchs die Fläche für das Abstellen von Autos auf über 30’000 Quadratmeter an.

Obwohl bei den Genossenschaftern schon in den 80iger Jahren die Idee reifte, ein in sich geschlossenes Parkhaus zu errichten, sollte es schliesslich rund 20 Jahre dauern, bis mit dem MTT-Projekt eine überzeugende und bezahlbare Gesamtlösung vorlag. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit mit einer Investitionssumme von rund CHF 80 Millionen – davon etwa 33 Millionen für das Parkhaus und 47 Millionen für die Bahninfrastruktur – war es dann am 18. Dezember 2006 soweit: das Matterhorn Terminal Täsch nahm seinen Betrieb auf. Und es war von Beginn an weit mehr als „nur“ ein Parkhaus. Das Konzept des integrierten Umsteigeterminals stellte konsequent den Kunden samt seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Entsprechend ist das gesamte Angebot ausgelegt – von der einfachen Zufahrt, den rund 2’100 gedeckten Parkplätzen, den breiten und grosszügigen Gängen im MTT, den Billetterwerb an den Schaltern und den Ticketautomaten für den Shuttle nach Zermatt, über den komfortablen Zugang zu den Zügen, den Stauraum für Gepäck-Trolleys und Sportausrüstungen in den Wagen bis hin zur maximalen Wartezeit von 20 Minuten auf den nächsten Zug.

Dass diese Ausrichtung richtig war, belegt die hohe Zufriedenheit der Kunden, von denen 97 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden sind mit dem Angebot des MTT und den Bahnshuttle nach Zermatt. Seit der Eröffnung vor zehn Jahren hat sich das Matterhorn Terminal Täsch als Top-Visitenkarte für die Top-Tourismusdestination Zermatt präsentiert. Damit das so bleibt, haben die MTT AG und die Genossenschafter, die Zukunft fest im Blick. So wird es ab diesem Winter möglich sein, Parkplätze bereits vorab online zu reservieren. Zudem prüft die Matterhorn Gotthard Bahn als Betreiberin des Bahnshuttle die Erhöhung des Angebots vom heutigen 20-Minuten-Taktes auf einen 15-Minuten-Takt. In Täsch wären die Voraussetzungen dazu bereits vorhanden, im Bahnhof Zermatt müssten jedoch zunächst bauliche Anpassungen dafür vorgenommen werden.

Neben der erfolgreichen Positionierung bei den Kunden bleibt zudem die volkswirtschaftliche Bedeutung des Terminals für die Gemeinde Täsch zu erwähnen. Mehr als 30 Arbeitsplätze bei der MTT AG, der Matterhorn Gotthard Bahn und den im Gebäude angesiedelten Verkaufsläden sind unmittelbar mit dem Betrieb des MTT verbunden. Zudem ist die MTT AG der bedeutendste Steuerzahler der Gemeinde Täsch und bezahlt darüber hinaus der Burgergemeinde eine jährliche Miete für die Nutzung des „Schali“ als mit dem Terminal verbundene Aussenfläche für Busparkplätze. Diese Miete stellt eine der wesentlichen Einnahmen der Burgergemeinde Täsch dar.

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