Kapazitätssteigerung im Tessin: Bauarbeiten im Knoten Bellinzona-San Paolo laufen

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Am 9. Januar 2017 haben die Ausbauarbeiten im Güterbahnhof Bellinzona-San Paolo begonnen. Die Investitionen belaufen sich auf rund 100 Millionen Franken. Der Ausbau gehört zum Programm ZEB (Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur), das eine Kapazitätssteigerung auf der Gotthardachse vorsieht. Unter anderem werden im Bahnknoten San Paolo neue 750 Meter lange Überholgleise für den Güterverkehr gebaut.

Das Projekt Bellinzona-San Paolo hat eine hohe Bedeutung für den Schienengüterverkehr auf der Nord-Süd-Achse. Nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels im vergangenen Dezember und des Ceneri-Basistunnels im Jahr 2020 werden sowohl der Güterverkehr als auch der Personenverkehr auf der Schiene stark zunehmen. Die Arbeiten am Knoten San Paolo ermöglichen, den geplanten Fahrplan einzuhalten und die Dienstleistungsqualität für die Kunden sicherzustellen.

Erneuerung der Infrastruktur für 100 Millionen Franken
Die Baustelle, die am 9. Januar 2017 startete, befindet sich beim Güterbahnhof San Paolo in Bellinzona und erstreckt sich über ca. 1,85 Kilometer. Die Arbeiten umfassen die Verlängerung der bestehenden Überholgleise für den Güterverkehr auf 750 Meter, die Fahrbahnerneuerung sowie den Bau von Abstellgleisen für die Loks und neuer Weichen. Ausserdem sind folgende Tiefbauarbeiten geplant: Bau von Stützmauern, Anpassung der Böschungen auf dem Bahnareal, Verlängerung der bestehenden Strassenunterführungen und Ersatz der Lärmschutzwände. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis März 2020. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich auf rund 100 Millionen Franken.

Während der Arbeiten wird die Verkehrsführung so angepasst, dass die Bahnverbindungen auf der Nord-Süd-Achse unverändert aufrechterhalten bleiben. Der Güterbahnhof San Paolo, wo Personal- und Lokwechsel stattfinden, ist für SBB Cargo ein wichtiger Betriebspunkt. Der Standort Bellinzona von SBB Cargo wurde am 11. Dezember 2016 für die ganze Dauer der Arbeiten von San Paolo nach Biasca verlegt, damit der Zeitplan und die Arbeitsphasen eingehalten werden können.

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