Trambeschaffung: Vertrag zwischen VBZ und Bombardier ist unterschrieben

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Nachdem das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich am 21. Februar 2017 mitgeteilt hatte, dass den Beschwerden von Stadler Rail und Siemens im Trambeschaffungsgeschäft keine aufschiebende Wirkung zukommt, war der Weg zum Vertragsschluss geebnet. Am 2. März 2017 haben die VBZ und Bombardier deshalb den Vertrag über 70 neue Flexity-Trams und 70 Optionsfahrzeuge unterschrieben. Der Grundpreis der Fahrzeuge des ersten Abrufes beläuft sich auf circa 300 Millionen CHF. Das erste Tram wird ab Ende 2019 geliefert.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Trambeschaffung wurde erreicht: Am 17. Mai 2016 haben die Stadt Zürich und die VBZ gemeinsam den Zuschlag für die 70 neuen siebenteiligen Einrichtungsniederflur-Tramzüge des Typs Flexity inklusive 70 Optionsfahrzeuge bekannt gegeben. Stadler Rail und Siemens haben am 30. Mai 2016 beim Verwaltungsgericht Zürich Beschwerde eingereicht gegen den Vergabeentscheid für die neuen Fahrzeuge. Das Verwaltungsgericht hat den beiden Beschwerden mit Beschluss vom 10. Februar 2017 keine aufschiebende Wirkung gewährt. Stadler Rail und Siemens haben daraufhin auf einen Weiterzug an das Bundesgericht verzichtet.

Nachdem sowohl die unabhängigen Experten der Gutachterfirma TÜV Süd Rail, der Verkehrsrat des Kantons Zürich, der Stadtrat von Zürich und das Zürcher Verwaltungsgericht das Ergebnis des von der VBZ durchgeführten Submissionsverfahrens bestätigt haben, lösen die VBZ mit der am 2. März erfolgten Vertragsunterzeichnung umgehend die Bestellung für die 70 neuen Fahrzeuge bei Bombardier aus. Damit werden die ersten neuen Flexity-Trams ab Ende 2019 durch Zürich rollen.

Flexity Zürich beruht auf einer vielfach bewährten Plattform und wurde speziell auf die Bedürfnisse der Stadt weiterentwickelt. Das Fahrzeug erfüllt höchste Ansprüche in Bezug auf Sicherheit, Umweltverträglichkeit, Energieverbrauch, Barrierefreiheit sowie Vibrationen und Lärmemissionen und fügt sich nahtlos in das Stadtbild von Zürich ein.

Dr. Guido Schoch, Direktor Verkehrsbetriebe Zürich:

„Alle Komponenten der Flexity sind klug aufeinander abgestimmt und auf dem neusten Stand der Technik. Der Nutzen für die Passagiere ist hoch, ebenso die Wirtschaftlichkeit aufgrund günstiger Betriebskosten und neuster Technik. Zudem bietet das Tram bestmögliche Sicherheit und Ergonomie.“

Stéphane Wettstein, Geschäftsführer Bombardier Transportation (Switzerland) AG freut sich:

„Die VBZ haben sich für ein modernes und ausgereiftes Produkt entschieden. Mit diesem Entscheid wird eine jahrzehntelange Partnerschaft weiter vertieft, was letztendlich allen Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs in der Stadt Zürich dient.“

Wartungsfreundlich, strapazierfähig, sowie leicht zu reinigen stellt sich das Flexity-Tram über die Lebensdauer besonders kostengünstig, etwa durch die modulare Bauweise und den durchdachten Innenausbau, im Unterhalt dar.

Flexity Zürich ist durchgehend barrierefrei. Der verbesserte Personenfluss und rasche Fahrgastwechsel erhöhen die Beförderungskapazität gegenüber den heute eingesetzten Fahrzeugen um rund 20 Prozent und wirken sich für den Betreiber entsprechend positiv auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis pro Passagier aus.

Bombardier Flexity-Trams, speziell auf die Bedürfnisse der Stadt ausgerichtet, sind bereits in Basel in Betrieb. Weltweit wurden bisher über 1’600 Flexity 100% Niederflurtramzüge verkauft. Insgesamt sind mittlerweile rund 5’000 Bombardier Strassen- und Stadtbahnen in Europa, Asien, Australien und Nordamerika im Einsatz oder bestellt.

Bombardier beschäftigt in der Schweiz rund 1’200 Mitarbeitende und ist mit dem Standort Zürich und dem Werk in Villeneuve (VD) sowie dem Service-Stützpunkt Oberwil (BL) einer der grössten Lieferanten von Schienenverkehrstechnik der Schweiz. Bombardier Schweiz hat in den vergangenen Jahren verschiedene Triebzüge, Reisezugwagen, Lokomotiven und Strassenbahnen an die Betreiber im Schweizer Markt geliefert und betreut mit umfassenden Services Dienstleistungen die Kundenflotten über die gesamte Lebensdauer.

Das Beschwerdeverfahren läuft derweil beim Zürcher Verwaltungsgericht weiter, das in seinem Beschluss vom 10. Februar 2017 mitgeteilt hatte, dass „die Beschwerden bei einer vorläufigen Beurteilung mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit abzuweisen wären“.

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Erstellt: 2. Mrz 2017 @ 17:30

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