Der Schienenfahrzeughersteller Stadler Pankow hat das Jahr 2016 mit rund 300 Millionen Euro Umsatz abgeschlossen. Es wurden 68 Schienenfahrzeuge, davon 42 Strassen- und Stadtbahnen und 26 Vollbahnen produziert und ausgeliefert. Damit sind sowohl der Umsatz als auch der Produktionsausstoss stabil geblieben.

Die Stadler Pankow GmbH gehört zu den führenden internationalen Schienenfahrzeugherstellern und ist seit nunmehr 17 Jahren in der Industrieregion Berlin/Brandenburg mit aktuell drei Standorten vertreten. Die deutsche Tochter der Schweizer Stadler Rail Group beschäftigt in der Region 1’100 Mitarbeiter und 30 Auszubildende.

Besondere Verantwortung für Berlin

„Das Jahr 2016 war für uns sehr spannend. Uns freuen natürlich die Aufträge für den Berliner Nahverkehr. Als Unternehmen sind wir mit der Region traditionell stark verwurzelt und möchten das Engagement hier auch zukünftig weiter ausbauen“

, erklärt Ulf Braker, Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH.

Aktuell produziert Stadler Pankow unter anderem für die BVG 38 Berliner U-Bahnen des Typs IK. Zwei Prototypen sind bereits seit September 2015 im Einsatz und haben sich bisher bewährt. Besonders ist die Bombierung der Wagen, die dem Fahrgast mehr Platz bietet. Ausserdem verfügen die Bahnen über ein modernes Fahrgastinformationssystem und sind sowohl auf Gross- als auch auf Kleinprofil einsetzbar.

Große Projektpipeline in 2017 und weiterer Ausbau in Velten geplant
Für 2017 ist bereits die Produktion von 22 Vollbahnen, 51 Strassen- und Stadtbahnen sowie 19 Metros vorgesehen. Darunter fallen unter anderem die doppelstöckigen Züge Typ KISS für die Luxemburgische Staatsbahn, die einstöckigen Züge Typ FLIRT für die S-Bahn Rhein Ruhr, Panoramawagen für Rocky Mountaineer in Kanada sowie weitere Variobahnen für Aarhus in Dänemark und für Bogestra in Gelsenkirchen. Die Panoramawagen für Kanada werden aktuell am Standort Reinickendorf gefertigt. Bei den Wagen handelt es sich um luxuriöse Züge mit dimmbaren Panoramafenstern, einem Lift im Wagen sowie einer für Sterneköche ausgerüsteten Küche.

„Wir planen für dieses Jahr ausserdem den weiteren Ausbau unseres Standortes Velten. Ab Frühjahr starten die Bauarbeiten und sollen im Herbst abgeschlossen werden. Die bisherige Leichtbauhalle wird durch ein festes Gebäude auf der vorhandenen Grundplatte ersetzt. Weiterhin wird der Bürokomplex in der 1. Etage erweitert“

, so Braker.

Stadler investiert in den Umbau 3,5 Millionen Euro.

Am Servicecenter am Standort Velten wird in drei Hallenkomplexen die Inbetriebnahme der Schienenfahrzeuge durchgeführt. Dabei ermöglichen die Kapazitäten eine Inbetriebnahme von bis zu 16 Fahrzeugen gleichzeitig. Ausserdem werden in Velten die Fertigstellung und das Finish der Fahrzeuge sowie Kundenabnahmen vorgenommen. Auf einer Teststrecke können zudem Testfahrten mit bis zu 120 Stundenkilometern durchgeführt werden und es besteht ein direkter Zugang zum Streckennetz der Deutschen Bahn.

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