Lohnverhandlungen ohne Ergebnis: BLS-Spitze verfolgt laut Gewerkschaften sturen Kurs

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Die Lohnverhandlungen mit der BLS scheitern an der erneuten Weigerung der Unternehmungsführung, überhaupt auf Diskussionen einzutreten, was generelle Lohnmassnahmen angeht. Der Druck auf die GAV-Verhandlungen steigt damit.

Die BLS wollte dieses Jahr zuerst gar keine Lohnverhandlungen führen; für sie war bereits im Sommer klar, dass es nichts zu diskutieren gibt. Die Verhandlungsgemeinschaft (VG) berief sie jedoch an den Verhandlungstisch, denn jährliche Lohnverhandlungen sind laut geltendem GAV vorgesehen. Nur: Das änderte nichts am sturen Kurs der BLS- Spitze. Wie schon in den Vorjahren weigerte sie sich schlichtweg, überhaupt über generelle Lohnerhöhungen zu sprechen. Die BLS beschränkt sich damit auf das absolute, vertraglich festgelegte Minimum, was die Lohnentwicklung angeht und sieht keinen Grund für weitere Lohnmassnahmen.

Für die VG gibt es jedoch ausreichend Gründe, trotz der negativen Teuerung Löhne generell anzuheben: So steigen die Krankenkassenprämien, als eine der wichtigsten Ausgabenpositionen aller Schweizer Familien, weiter an. Vor allem aber hat das BLS-Personal in den vergangenen Jahren im Rahmen des Programms „Gipfelsturm“ grossen Anteil an die Ergebnisverbesserung des Unternehmens geleistet, ohne dass es nun auch die minimalste Anerkennung dafür erhält.

„Das ist kein gutes Zeichen für die bevorstehenden Verhandlungen über den Gesamtarbeitsvertrag,“

hält SEV-Gewerkschaftssekretär Michael Buletti fest und ergänzt:

„Während die VG immer bereit war über sämtliche Themen zu diskutieren, schränkt die BLS von Vornherein ihre Bereitschaft zur Lösungssuche massiv ein. Wenn sie mit dieser Einstellung gegenüber ihrem Personal den GAV weiterentwickeln will, wird das ein äusserst schwieriges Unterfangen.“

Der VG sind die Erwartungen der Basis und deren schwindende Geduld gegenüber der BLS-Spitze sehr wohl bekannt.

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Sandro HartmeierStefanPhilippe Hurni Neuste Kommentarautoren
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Stefan
Gast
Stefan

Bahnonline.ch war für mich bisher ein geschätztes, politisch neutrales Informationsmedium. Wenn die Redaktion hier nun plötzlich einfach Gewerkschaftsmitteilungen unkommentiert weitergibt und ein erfolgreiches Unternehmen in einem fett gedruckten Titel der Sturheit bezichtigt, dann disqualifiziert sie sich meines Erachtens selber. Der Durchschnittsleser möchte doch wohl einfach aktuell und sachlich informiert werden und sich keine sozialistische Funktionärspolemik anhören müssen – dafür stehen genügend andere Gefässe zur Verfügung. Oder habe ich etwa einen „unfriendly takeover“ von Bahnonline.ch durch linke Kreise verpasst?

Sandro Hartmeier
Gast

Selbstverständlich wird auch die Sichtweise der BLS veröffentlicht. Ich hoffe auch, dass sich diese dazu noch äussern wird.

Philippe Hurni
Gast
Philippe Hurni

In der Hauszeitung wird jedoch was ganz anderes geschrieben….