Grössere Sicherheit im Simplontunnel

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Sanierungarbeiten im Simplontunnel im April 2012. / Quelle: SBB CFF FFS

Seit 2012 ist die SBB daran, den Simplontunnel zu sanieren. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wurden sämtliche baulichen und technischen Anlagen des über 100 Jahre alten Tunnels den heutigen Anforderungen bezüglich Sicherheit und Technik angepasst. Dazu gehören Selbstrettungsmassnahmen, ein Stellwerk- und Weichenersatz sowie Anpassungen bei der Entwässerung und Stromversorgung. Insgesamt hat die SBB für die Sanierung des Simplontunnels 180 Millionen Franken investiert.

Die Bauarbeiten am Simplontunnel fanden unter schwierigen Bedingungen und bei laufendem Bahnbetrieb statt. Während der Bauzeit war stets zumindest ein Teil der Tunnelröhre für den Bahnbetrieb gesperrt, der Bahnbetrieb zwischen Brig und Iselle wurde einspurig geführt. Anpassungen im Fahrplan des Regional- sowie Güterverkehrs waren punktuell unumgänglich.

Das Hauptgewicht der Arbeiten lag auf den Selbstrettungseinrichtungen. Neu können sich Reisende im Falle einer Evakuierung an Handläufen festhalten und gelangen so schnellstmöglich nach draussen. Zudem sind in jeder Tunnelröhre Gehwege, eine Notbeleuchtung und Fluchtwegbeschilderungen angebracht. Alle 500 bis 600 Meter gibt es zwischen den beiden Tunnelröhren Verbindungen, die als Fluchtwege dienen und beleuchtet sind.

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wurden auch Schienen, Schwellen und Schotter streckenweise erneuert, die Gleisentwässerung verbessert sowie die Stromversorgung auf den neusten Stand gebracht. Insgesamt hat die SBB für die Sanierung 180 Millionen Franken investiert.

Der 20 Kilometer lange Simplontunnel zwischen Brig und Iselle verbindet die Schweiz mit Italien. Auf der internationalen Transitstrecke verkehren sowohl Güter- als auch Personenzüge.

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