SBB-Areal Neugasse Zürich: Ideen der Bevölkerung für die Quartiererweiterung

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Inspirierende Umgebung: Der dritte Workshop der SBB für das Areal Neugasse Zürich am Sonntag (12.3.17) in den SBB Werkstätten. / Quelle: SBB CFF FFS

Mit dem Areal Neugasse gibt die SBB 30’000 m2 mitten in der Stadt Zürich frei. Wie der neue Raum genau genutzt und bebaut werden soll, wird zurzeit in einem für die Schweiz neuartigen Verfahren zusammen mit der Bevölkerung konkretisiert. Insgesamt über 250 Personen haben sich in den ersten Workshops engagiert.

Anstelle der Reparaturwerkstätte der SBB soll mitten im Zürcher Kreis 5 ein neues Stück Stadt entstehen – ein Ort, der allen offensteht: zum Wohnen, Arbeiten und Verweilen. Dazu beschreitet die SBB neue Wege: Schon von Beginn weg wird die breite Öffentlichkeit bei der Planung einbezogen, in Workshops und online. Wie das Areal in Zukunft genau genutzt und bebaut werden soll, wird im Laufe des Jahres in diesem partizipativen Prozess gleichzeitig mit den planerischen und baurechtlichen Grundlagen erarbeitet. Das ist ein Novum in der Schweiz.

Workshops mit grosser Resonanz
Die Einladung zu den insgesamt fünf öffentlichen Workshops ist auf grosse Resonanz gestossen. Rund 180 Interessierte wurden am 7. März von Stadtrat André Odermatt und Alexander Muhm, Leiter Development SBB Immobilien, zum ersten moderierten Grossgruppen-Workshop begrüsst. Die Teilnehmenden erarbeiteten gemeinsame Vorstellungen und Anforderungen an die künftige Neugasse Zürich. Das aus Architekten, Planern und Experten zusammengesetzte Planungsteam hat daraus vier prinzipielle Entwicklungsrichtungen formuliert.

Anhand von Modellen im Massstab 1:200 haben 120 Teilnehmende in den Planungs­ateliers vom 11. und 12. März daraus mögliche Entwicklungsbilder erstellt. Sie geben Hinweise, welche Nutzungen (Wohnen, Arbeiten, Freizeit etc.) wo auf dem Areal ihren Ort finden, wie die Plätze, Parks, Wege und Strassen aussehen, welche Dimensionen die Gebäude haben und wie diese zu den Strassen und Aussenräumen stehen könnten. Die acht Entwicklungsbilder – je zwei pro Entwicklungsrichtung – hat das Planungsteam anschliessend zu vier städtebaulichen Ansätzen verdichtet. Diese Ansätze haben 140 Interessierte am Workshop vom 16. März in Tischgruppen diskutiert und schriftlich festgehalten, was in der weiteren Bearbeitung zu beachten ist.

Für eine breit abgestützte Planungsgrundlage
In der Strategie für die Entwicklung der drei SBB Areale Neugasse, Werkstadt und Hardfeld haben die SBB und die Stadt Zürich gemeinsam die Rahmenbedingungen festgelegt. Demnach soll auf dem Areal Neugasse mindestens zu drei Vierteln Raum für Wohnen entstehen, ein Drittel davon im gemeinnützigen Wohnungsbau. An den Workshops sind im engagierten, konstruktiven Austausch zwischen den Interessierten und den Expertinnen und Experten schon jetzt viele spannende Ansätze entstanden. Zur Sprache gekommen ist neben dem Wunsch nach Vielfalt im Quartier und dem schonenden Umgang mit den Ressourcen auch das Anliegen, den Anteil des gemeinnützigen Wohnungsbaus deutlich zu erhöhen. Für den Prozess zentral ist, dass funktionierende städtebauliche Ideen entwickelt werden – dabei ist die SBB offen für das Gespräch mit allen Anspruchsgruppen. Durchsetzen sollen sich die besten Ideen für eine möglichst breit abgestützte städtebauliche Projektgrundlage.

Bis zum nächsten Workshop wurden die Entwicklungsbilder aufgrund der Hinweise aus der Bevölkerung vom Planungsteam geschärft und zu Varianten ausgearbeitet. Die Fachbegleitung, die aus unabhängigen Experten besteht, gab im April ihren Input ab.

Am 4. Mai waren erneut das Wissen und die Erfahrung der Bevölkerung gefragt.

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Erstellt: 28. Mrz 2017 @ 17:23

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