In Regioexpress Olten – Luzern Pyrofackel gezündet und Hände verbrannt

Über 1'000 pyrotechnische Gegenstände sichergestellt.

1
293
Pyros_Staatsanwaltschaft Luzern_3 4 17
Beschlagnahmte Pyros und weitere Artikel. / Quelle: Staatsanwaltschaft Luzern

Am Abend des 3. April 2017 wurden drei Jugendliche festgenommen, welche in einer S-Bahn eine Pyrofackel gezündet haben. Einer der Jugendlichen hat sich dabei die Hände verbrannt und musste verarztet werden. Der Zug wurde massiv beschädigt. Die Polizei hat inzwischen über 1’000 verbotene pyrotechnische Gegenstände sichergestellt, welche die drei Beschuldigten illegal in die Schweiz importierten.

Der Vorfall ereignete sich am 3. April 2017, nach 21:30 Uhr, im Regioexpress 4739 Olten – Luzern. In der S-Bahn-Komposition hat ein 15-jähriger Jugendlicher zusammen mit zwei Kollegen eine Pyro-Fackel (Strobo) gezündet und sich dabei beide Hände verbrannt. Der Lokführer hat umgehend die Polizei informiert und die Jugendlichen am Bahnhof Emmenbrücke zurückgehalten. Die Drei hatten diverses pyrotechnische Gegenstände dabei. Im Umfeld vom Bahnhof konnte weiteres, verstecktes Material aufgefunden werden. Insgesamt wurden 1’044 pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Dabei handelt es sich um Knallpetrarden, Knallkörper, Rauchpetarden, Bodenknaller, Rauchbomben, Blitzlichter und diverses Handfackeln. Sämtliche sichergestellten Gegenstände sind in der Schweiz verboten.

Die Jugendliche gaben bei einer ersten Befragung zu Protokoll, dass sie die Ware in Polen bestellt und in Deutschland abgeholt hätten. „Wir wollten die Pyros für Spiele auf unteren Ligen einsetzen“ – gab einer der Betroffenen der Polizei zu Protokoll. Bei den drei Personen handelt es sich um zwei FC Luzern Fans und einen FC Basel Fan. Einer der Betroffenen hat bereits ein Stadionverbot.

Der Schaden seitens SBB (Sachschaden am Zug plus Folgen der Störung und Verspätungen von insgesamt 42 Zügen) beträgt total rund 50‘000 Franken. Die SBB hat bereits Strafantrag gestellt, um ihre Ersatzansprüche im Strafverfahren geltend machen zu können.

Die Untersuchungen führen die Staatsanwaltschaft Luzern und die Jugendanwaltschaft. Die Bundesanwaltschaft wurde über den Sachverhalt informiert.

Erstellt: 4. Apr 2017 @ 15:33

Shop Bahnonline.ch
Im Shop von Bahnonline.ch finden Sie zahlreiche Bahnsachen zu günstigen Preisen.

Shop ansehen >

1
KOMMENTIEREN - commenter - commentare

avatar
1 Kommentar-Threads
0 Thread Antworten
0 Follower
 
Kommentar mit am meisten Reaktionen
Aktivster Kommentar-Thread
1 Kommentarautoren
Eduard J. Belser Neuste Kommentarautoren
  Abonnieren  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Eduard J. Belser
Gast
Eduard J. Belser

Hoffentlich werdén diesen verantwortungslosen Idioten von der Justiz und von den geschädigten SBB so richtig drangenommen, so dass ihnen bis zum Lebensende die Ohren wackeln.