Elron muss hunderte Räder ihrer FLIRT-Züge auswechseln

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Elron Diesel-FLIRT 2425 von Stadler. / Quelle: Stadler Rail Group

Die estnische Firma Eesti Liinirongid AS (Elron, Betreiber der Passagierzüge) muss so schnell wie möglich 328 Radpaare ihrer von der schweizer Firma Stadler AG gekauften Züge auswechseln.

Nach den ersten drei Jahren hat sich herausgestellt, dass Elron Züge bestellt hat, deren Räder aus Stahl gefertigt sind, welche nicht den estnischen Klimaverhältnissen entspreche, sodass der Verschleiss wesentlich schneller ist als geplant erfolge. Der Wechsel der Räder werde das Unternehmen mehrere Millionen Euro kosten. Elron hat bis heute 8% der Radpaare bereits gewechselt, was die Firma 251’000 EUR gekostet habe. Die Gesamtkosten werden auf 3,1 Mio. EUR geschätzt.

„Diese Situation war unmöglich vorherzusehen, da das Verhalten des Materials durch die Geometrie der Gleise, das Material der Gleise und das Klima kombiniert beeinflusst wird“

, sagte die Pressesprecherin von Elron Merle Raie.

Der Verschleiss hänge auch von der Betriebsintensität (Laufleistung) ab, der 50% höher gewesen sei als ursprünglich geplant.

„Während der Anschaffung war die geplante Laufleistung 120’000 km jährlich, heute liegt die jährliche Laufleistung von Dieselzügen mit vier Waggons bei 180’000 km“

, sagte Raie.

Der Radwechsel und die erforderlichen Wartungen werden von Elron selbst durchgeführt. Von insgesamt 356 Radpaaren sind bis im April 2017 28 gewechselt worden, in diesem Jahr plant Elron noch weitere 30 zu wechseln. Die Garantiezeit der Züge ist bis heute abgelaufen.

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Eduard J. Belser
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Eduard J. Belser

Eine zusätzliche Jahresfahrleistung von 50% zeugt davon, dass die Neuausrichtung des Personenverkehrs bei der estnischen Bahn ein Erfolgsmodell ist und dies vor allem auch dank der Züge von StadlerRail. Das fordert seinen Tribut beim Unterhalt.

Auch die Vingscherbahn wurde nach der Erneuerung vom eigenen Erfolg völlig überroll und muss jetzt bereits nach wenigen Betriebsjahren elektrifiziert und weiter aufgewertet werden. Bis 2019 wird ihre Transportkapazität mehr als verdoppelt und es werden mehr Züge bis Bozen durchfahren.