Die Baubewilligung für die 1. Etappe der Limmattalbahn ist rechtskräftig. Somit findet der Baustart im kommenden August statt. Die Bauarbeiten für das erste Teilstück dauern voraussichtlich bis Ende 2019. Dann soll die 1. Etappe der Limmattalbahn in Betrieb gehen.

Das Bundesamt für Verkehr hat im vergangenen April die Baubewilligung für die Limmattalbahn erteilt. Dagegen gingen vier Beschwerden ein. Zwischenzeitlich hat sich die Limmattalbahn AG mit drei Beschwerdeführern geeinigt. Bei der Vierten war eine gemeinsame Lösung bislang nicht möglich, weshalb der Fall vom Bundesverwaltungsgericht zu entscheiden ist. Dieses hat jedoch am 12. Juli 2017 die aufschiebende Wirkung der Beschwerde für die 1. Etappe entzogen, weil das betroffene Grundstück in der 2. Bauetappe liegt. Dadurch bleibt mehr Zeit zur Lösungsfindung, ohne den Baustart der 1. Etappe zu gefährden.

Der Spatenstich findet am 28. August 2017 in Schlieren statt. Danach beginnen die Hauptbauarbeiten. Bereits ab Anfang August finden Vorbereitungsarbeiten statt. In der ersten Etappe wird die Strecke zwischen Altstetten Farbhof und Schlieren Geissweid gebaut. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2019. Nach den Sommerferien 2019 soll die Linie 2 der VBZ auf den Gleisen der Limmattalbahn bis Schlieren fahren. Der Baustart der zweiten Etappe von Schlieren bis Killwangen ist im Herbst 2019 geplant.

Wichtigste Bauverträge abgeschlossen
Die Limmattalbahn AG hat die wesentlichen Aufträge für die Bauarbeiten der 1. Etappe vergeben. Alle Mandate wurden nach Submissionsrecht öffentlich ausgeschrieben. Die Tiefbauarbeiten der 1. Etappe werden von der Implenia Schweiz AG und einer Arbeitsgemeinschaft bestehend aus Walo Bertschinger AG, Keller-Frei AG und KIBAG Bauleistungen AG durchgeführt. Weiter wurden die Aufträge für Verkehrsdienst, Rodungen, temporäre Markierungen und Installationen der öffentlichen Beleuchtung vergeben. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt wurden die Unternehmer für die Bereiche Bahntechnik, Pflanzarbeiten und Fertigbetonelemente für die ganze Strecke beauftragt.

Vergangene Woche erteilte die Limmattalbahn AG zudem die Zuschläge für die projektierenden Ingenieurbüros der 2. Etappe. Die Zuschläge für die vier Lose erhielten die Gruner Wepf AG, die Basler & Hofmann AG, eine Ingenieurgemeinschaft um DSP Ingenieure und Planer AG sowie eine Ingenieurgemeinschaft um Gähler und Partner AG. Die Planer der 2. Etappe nehmen nach den Sommerferien die Planungsarbeiten auf, um die Inbetriebnahme der ganzen Strecke im Jahr 2022 einzuhalten.

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Erstellt: 14. Jul 2017 @ 14:13

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