Totalsperre Rheintalbahn bei Rastatt – BLS Cargo leitet Züge um

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BLS Cargo ist es gelungen, am 15. August 2017 den ersten Güterzug nach der Totalsperre der Rheintalbahn bei Rastatt via Frankreich umzuleiten. Weitere Züge waren für die kommende Nacht geplant. Die Auswirkungen der Sperre auf den internationalen Güterverkehr sind nach wie vor dramatisch.

Die Rheintalstrecke ist seit 13. August 2017 aufgrund einer Gleisabsenkung für sämtlichen Schienenverkehr gesperrt. BLS Cargo fährt pro Woche rund 400 Züge im Transit durch die Schweiz, wovon rund 140 direkt von der Sperre betroffen sind.

BLS Cargo ist seit Beginn der Sperre in enger Abstimmung mit den Kunden und den ausländischen Bahnpartnern, um alternative Leitungswege für die Züge zu ermöglichen. Am 15. August 2017 konnte ein erster Güterzug via Frankreich umgeleitet werden, weitere folgten in der Nacht und ab dem kommenden Tag auch via Singen. Zudem prüfte BLS Cargo gemeinsam mit dem Kunden Ralpin kurzfristig die Züge der Rollenden Autobahn von Freiburg im Breisgau (DE) nach Novara (IT) aufzustocken: Das vorübergehend ausgebaute Angebot wird seit dem 28. August 2018 gefahren.

„Trotz grössten Bemühungen wird es uns aber nicht gelingen, alle Züge umzuleiten“

, betont BLS Cargo-CEO Dirk Stahl.

Sowohl passende Gütertrassen wie auch Lokomotiven und Lokführer stehen auf den Alternativrouten nur beschränkt zur Verfügung. Zudem sind die Umleitungen mit Mehrkosten verbunden.

Dramatische Auswirkungen für den Schienengüterverkehr
Die mehrwöchige Sperre der wichtigsten Transitachse für den Güterverkehr zwischen der Nordsee und dem Mittelmeer ist dramatisch.

„Wir erwarten, dass alle Beteiligten, allen voran DB Netz, alles tun, um die Auswirkungen der Sperre zu minimieren und den internationalen Güterstrom wieder zu ermöglichen“

, so Dirk Stahl.

Dies erfordert während der Sperre ausreichende Umleitungskapazitäten und eine schnellstmögliche Wiedereröffnung der Strecke.

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Erstellt: 15. Aug 2017 @ 20:32

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