BL: Nein zum Margarethenstich in Basel

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Der Regierungsrat nimmt die Ablehnung des Margarethenstichs zur Kenntnis. Wichtig ist nun, dass das Tramnetz in der Region Basel trotzdem partnerschaftlich weiterentwickelt werden kann.

Mit der Ablehnung der Vorlage zum Margarethenstich hat das Volk ein Bauprojekt abgelehnt, das für das Leimental mit seinen rund 60‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern äusserst wichtig gewesen wäre. Über 20‘000 Fahrgäste nutzen heute täglich die Tramlinien 10 und 17 Richtung Basel und zurück. Mit dem Bau der Tramverbindung über den Margarethenstich wäre das Leimental markant besser durch den öffentlichen Verkehr erschlossen worden.

Stellungnahme VCS beider Basel: Baselbieter Mehrheit gönnt Basel keine Strassenentlastung – Klatsche für die Stadtbevölkerung
Das Nein zum Margarethenstich der Baselbieter Mehrheit ist eine Klatsche und eine Abgaswolke ins Gesicht der Baslerinnen und Basler. Eine Strassenentlastung von rund 1000 BL-Fahrzeugen hätte die direktere Tramverbindung in der Hauptverkehrszeit bewirken können. Jetzt ist es an der städtischen Bevölkerung, von ihrer Regierung griffige Massnahmen zu verlangen, die sie gegen den krankmachenden Lärm und die unzumutbaren Luftschadstoffe der Baselbieter Autokolonnen schützen. Kreuzfalsch wäre es, die Baselbieter AutofahrerInnen mit noch mehr Parkplätzen in der Stadt für ihre Opposition gegen bessere ÖV-Verbindungen zu belohnen.

Seit Jahren lotst die Baselbieter Verkehrspolitik mit neuen und aufgerüsteten Strassen stets noch längere Autoschlangen nach Basel. Mit einem Ja zum Margarethenstich hätten die Baselbieter Stimmberechtigten die Stadtbevölkerung wenigstens von einem Teil des Leimentaler Autoverkehrs entlasten können. Nicht einmal das gönnten sie den geduldigen Baslerinnen und Basler.

Pförtneranlagen und höhere Parkierungsgebühren
Zum Glück ist die Stadtbevölkerung dieser Situation nicht ohnmächtig ausgeliefert. Ihre Regierung ist verpflichtet, sie gegen übermässigen Lärm und krankmachende Luftschadstoffbelastung zu schützen. Die BaslerInnen können Massnahmen verlangen, welche den einströmenden Autoverkehr aus der Agglomeration auf ein stadtverträgliches Mass reguliert. Dazu existieren wirkungsvolle Instrumente, wie sie andere Städte längst erfolgreich anwenden. Die Dosierung des Verkehrs an den Einfallsachsen und lenkungswirksame Parkierungsgebühren sind zwei Vorkehrungen, die keine baulichen Eingriffe erfordern und kaum Kosten verursachen.

Absage an die Parkierungs-Initiativen des Gewerbeverbandes
Als erstes gilt es, die Absichten der Gewerbeverbands-Initiativen zu entlarven. Die Initiativen „Zämme fahre mir besser“ und „Parkieren für alle Verkehrsteilnehmer“ machen Verkehrspolitik nach dem Gusto des Baselbiets. Sie rollen dem Autoverkehr vom Land den Teppich aus und wischen die Lebensqualität für die Stadtbevölkerung darunter. So zermürbend, nervig und provinziell die Parkplatzdebatte in der Basler Politik auch ist, bei dieser Parkplatzoffensive des Gewerbeverbandes dürfen umweltbewusste Parteien und PolitikerInnen keinesfalls aus blossem Überdruss Forfait geben. Parkplätze in Basel verstellen nicht nur 100 000 mal 2 x 5 m Fläche. Parkplätze sind Fahrtenproduzenten, Lärm- sowie Abgasverursacher und – Tramkiller.

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Erstellt: 25. Sep 2017 @ 07:31

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