Am 10. Dezember 2017 führt die SBB in Kooperation mit der Deutschen Bahn (DB) und Trenitalia eine neue tägliche Direktverbindung von Frankfurt über die Schweiz nach Mailand ein. Zudem feiern die DB und SBB das 25-jährige Bestehen der ICE-Verbindung von Deutschland in die Schweiz.

Im internationalen Personenverkehr geht der Angebotsausbau weiter: Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 profitieren die Kunden von einer neuen trinationalen Direktverbindung zwischen Mailand, der Schweiz und Frankfurt/Main. Damit wird nun umgesetzt, was Ende Mai 2016 am CEO Summit in Lugano zwischen den CEOs von SBB, DB und FS vereinbart wurde.

Der trinationale Zug fährt täglich ab Mailand auf der Lötschbergachse nach Bern, Basel und weiter bis nach Frankfurt/Main. Von Norden wird die Verbindung ab Frankfurt/Main über Basel, Luzern via Gotthard-Basistunnel ins Tessin und weiter nach Mailand geführt. Gefahren wird die Strecke mit Zügen der SBB des Typs ETR 610/RABe 503. Die Fahrzeit beträgt rund siebeneinhalb Stunden. Somit ist die Strecke eine bequeme Alternative zum Auto. Zur Lancierung dieser neuen Verbindung wurde am 17. November 2017 in Basel der ETR 610/RABe 503 022 durch durch Birgit Bohle (Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr), Toni Häne (Leiter Verkehr, Mitglied der Geschäftsleitung SBB Personenverkehr) und Gianpiero Strisciuglio (Leiter Fernverkehr Trenitalia) auf den Namen Johann Wolfgang von Goethe getauft. Der bekannte Dichter ist in Frankfurt geboren und unternahm immer wieder Reisen in die Schweiz und nach Italien. Der Zug wird in den kommenden Monaten mit seinem Drei-Länder-Design als Botschafter für die neue Verbindung unterwegs sein.

Im Rahmen des Kooperationsverkehrs arbeiten die drei Bahngesellschaften länderübergreifend zusammen, bleiben in ihren jeweiligen Ländern aber betrieblich und wirtschaftlich für das neue Angebot verantwortlich. In Deutschland fährt der Zug als Euro City Express (ECE).

25 Jahre ICE in der Schweiz
Seit einem Vierteljahrhundert verkehren direkte ICE-Züge zwischen Deutschland und der Schweiz. Aus diesem Anlass präsentierte die Deutsche Bahn (DB) am 17. November 2017 den ICE 4 in Basel Bad Bf. Am 27. September 1992 fuhr mit dem ICE Panda zum ersten Mal ein ICE der ersten Generation von Deutschland nach Zürich. Die Direktverbindungen zwischen Deutschland und der Schweiz wurden seither schrittweise ausgebaut. Heute führt die SBB in Kooperation mit der DB täglich über 40 direkte ICE-, Eurocity- oder Intercity-Züge pro Richtung zwischen der Schweiz und Deutschland.

Im Laufe des ersten Quartals 2018 wird die DB kostenfreies WLAN im ICE auch auf den Strecken in der Schweiz anbieten. Mit dem ICE der neuesten Generation können sich Reisende zwischen beiden Ländern auf noch mehr Komfort und mehr Service freuen. Der ICE 4 soll ab dem Fahrplan 2020 schrittweise in der Schweiz eingesetzt werden. In Deutschland geht dieser im Dezember in den Regelbetrieb.

„Wir feiern heute 25 Jahre ICE in der Schweiz. Wie könnte man besser Vergangenheit und Zukunft verbinden, als heute unser neues Flaggschiff vorzustellen“

, freut sich Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr.

Toni Häne, Leiter Verkehr und Mitglied Geschäftsleitung SBB Personenverkehr:

„Der ICE verbindet seit 25 Jahren mindestens stündlich die Schweizerinnen und Schweizer mit ihrem beliebtesten Ferienland und bringt unsere Gäste aus Deutschland zu uns. Die Zahlen sprechen für sich; jährlich nutzen über 3 Millionen Reisende den ICE zwischen der Schweiz und Deutschland.“

Neue Züge bringen weitere Komfortsteigerung
Sowohl die DB als auch die SBB investieren in den kommenden Jahren in neue Züge für den internationalen Personenverkehr. Mit dem neuen ICE 4 der DB und dem Giruno der SBB werden die beiden Bahnen das Angebot mit Fokus auf modernen Reisekomfort, innovative Technik und hohe Umweltfreundlichkeit weiter ausbauen. Beide Züge werden über WLAN-Dienste verfügen, erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und können über 800 Reisende befördern.

Toni Häne, Leiter Verkehr bei SBB Personenverkehr

Toni Häne, Sie sind Leiter Verkehr bei SBB Personenverkehr. Welche Bedeutung hat diese trinationale Direktverbindung?

Sie ist ein Meilenstein. Die Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels im Dezember 2007 und die Eröffnung des Gotthard-Basistunnel Ende des letzten Jahres haben den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen der Schweiz und Italien stark beeinflusst. Die Kunden profitieren von bis zu 30 Minuten Zeitgewinn auf beiden Achsen. Die Attraktivität für die Reisenden konnte enorm gesteigert werden. Ich freue mich besonders, dass wir nun diese beiden Erfolgsgeschichten verbinden und einen direkten Zug zwischen Frankfurt und Mailand lancieren können. Somit gewinnen auch Reisende zwischen Italien und Deutschland Zeit und müssen nicht umsteigen. Dieser Angebotsausbau ist ein Ergebnis langjähriger, vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen der SBB und ihren Partnern Deutsche Bahn und Trenitalia. Ich bin überzeugt, dass der komplexe grenzüberschreitende Bahnverkehr nur dann weiterentwickelt und verbessert werden kann, wenn die Bahnen eng miteinander kooperieren.

Die Verbindung wird mit einem Zug der SBB, einem ETR 610, gefahren. Weshalb gerade mit diesem Zug?

Der ETR 610 steht exemplarisch für die Überwindung eines noch immer stark national ausgerichteten Bahnsystems. Er überwindet verschiedene Stromarten, nationale Sicherungssysteme und Zulassungsrichtlinien. Wir freuen uns, dass wir das dank der gegenseitigen Unterstützung mit unseren Partnern geschafft haben. Der gebürtige Frankfurter Namensgeber unseres trinationalen Zuges – Johann Wolfgang von Goethe – wäre sicher einer unserer ersten Gäste auf seiner Reise durch die Schweiz nach Italien. Die Fahrt heute ist aber siebeneinhalb Stunden aber natürlich wesentlich schneller und bequemer als damals.

Was hat es mit Goethe als Namensgeber auf sich?

Goethe ist 1749 in Frankfurt geboren und war nach seinem ersten Aufenthalt in Italien ein bekennender Italien-Fan. Goethe unternahm auch immer wieder Reisen in die Schweiz. Deshalb haben wir uns für diesen Namen entschieden.

Auch gefeiert wurde heute 25 Jahre ICE in der Schweiz. Was bedeutet das für Sie?

Das ist eine Erfolgsgeschichte. Der ICE verbindet seit 25 Jahren mindestens einmal pro Stunde die Schweizerinnen und Schweizer mit einem ihrer beliebtesten Ferienländer – Deutschland. Und die Zahlen sprechen für sich: Jährlich nutzen heute über drei Millionen Reisende den ICE zwischen der Schweiz und Deutschland. Wir freuen uns, dass mit dem ICE4 künftig auch die modernen Züge der neusten Generation von der Deutschen Bahn für den grenzüberschreitenden Verkehr eingesetzt werden.

Alstom‘s Pendolino verbindet für SBB drei Länder
Der Avelia Pendolino, Alstoms Hochgeschwindigkeitszug, wird ab Dezember 2017 Deutschland, Italien und die Schweiz verbinden. Mit dem Fahrplanwechsel in Dezember bieten SBB, Deutsche Bahn und Trenitalia einen neuen Direktservice zwischen Deutschland und Italien via der Schweiz an.

Anfang 2017 lieferte Alstom den letzten von SBB beauftragten Pendolino ETR 610 Hochgeschwindigkeitszug mit Neigetechnik aus. Somit steigt die Flotte der SBB auf 19 Pendolino Züge. Die Fahrzeuge wurden bisher als Euro City Züge auf den Gotthard und Simplon Strecken nach Mailand und Venedig eingesetzt. Diese Fahrzeuge werden ab Ende 2017 drei Länder auf der Fahrt von Frankfurt nach Mailand über Basel verbinden. Daher sind die Fahrzeuge mit drei verschiedenen Zugsicherungssystemen ausgestattet. Die entsprechende Freigabe haben 12 von ihnen im Mai 2017 erhalten.

Alstoms Avelia Pendolino für die SBB ist ein sieben-Wagen Zug, der bis zu 420 Passagieren Platz bietet und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreicht. Seinen Passagieren bietet der Zug dank breiter Übergänge und Durchgänge, verstellbarer Sitze, individueller Leselampen und Steckdosen sowie grosser Panoramafenster und weiterer Besonderheiten einen leichten Zugang und hohen Komfort. Der Zug ist mit den neuesten flexiblen Drehgestellen ausgestattet, die die Strecken- und Radabnutzung reduzieren. Zudem profitiert der Zug von Alstoms einzigartiger Neigetechnologie, die es dem Zug auf regulären Strecken ermöglicht, 35 % schneller und sicherer durch Kurven zu fahren.

Dank der umweltfreundlichen Konstruktion ist der Pendolino bis zu 95% recyclingfähig und er ist mit einem elektrischen Bremssystem ausgestattet, das eine Reduzierung des Energieverbrauchs von fast 10% ermöglicht.

Die Züge werden in Italien hergestellt. Der Alstom-Standort Savigliano ist für die Konstruktion und Fertigung der Züge verantwortlich, wobei die Konstruktion und Fertigung der Traktionssysteme in Sesto San Giovanni (Mailand) und die der Signalsysteme in Bologna stattfindet.

Die Pendolino Züge sind Teil der Alstom Hochgeschwindigkeitszüge der Avelia Reihe, die auf drei aktuellen Hauptprodukten basieren – Pendolino, Euroduplex und AGV – welche den Höhepunkt 35 Jahre fachlicher Kompetenz repräsentieren und mit weltweit fast 1000 Züge in Betrieb sind.

Social Media

Taufe RABe 503 022 auf "Johann Wolfgang von Goethe"

Deutsche Bahn Personenverkehr – SBB CFF FFS – TrenitaliaBirgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr, Toni Häne, Leiter Verkehr SBB Personenverkehr und Gianpiero Strisciuglio, Leiter Personenfernverkehr bei Trenitalia taufen am 17. November 2017 den SBB RABe 503 022 auf den Namen "Johann Wolfgang von Goethe" www.info24news.net/etrice

Posted by info24 – ÖV Schweiz – Europa on Samstag, 18. November 2017

Trinationale Verbindung

Ttrinationale Direktverbindung Deutsche Bahn Personenverkehr – SBB CFF FFS – TrenitaliaAb dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 profitieren die Kundinnen und Kunden von einer neuen trinationalen Direktverbindung zwischen Frankfurt/Main, der Schweiz und Mailand. Damit wird nun umgesetzt, was Ende Mai 2016 am CEO Summit in Lugano zwischen den CEOs von SBB, DB und FS vereinbart wurde. In diesem Interview vom 17. November 2017 in Basel nehmen Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr, Toni Häne, Leiter Verkehr SBB Personenverkehr und Gianpiero Strisciuglio, Leiter Personenfernverkehr (Divisione Passeggeri Long Haul) bei Trenitalia dazu Stellung und beschreiben die Wichtigkeit der neuen Verbindung; Moderatorin ist Christa Rigozzi.www.info24news.net/etrice

Posted by info24 – ÖV Schweiz – Europa on Samstag, 18. November 2017

Präsentation und Taufe SBB CFF FFS RABe 503 022 "Johann Wolfgang von Goethe" Am 10. Dezember 2017 führt die SBB mit…

Posted by info24 – ÖV Schweiz – Europa on Samstag, 18. November 2017

Der neue DB ICE4 9005; unterwegs als ICE 582 München Hbf (16.52) – Hamburg-Altona…

Posted by info24 – ÖV Schweiz – Europa on Samstag, 18. November 2017

https://www.facebook.com/CEO.SBB/photos/a.263137597121089.42987.259906197444229/1249707165130789/

RABe 503 022-2

Jubiläumsangebot 25 Jahre ICE in der Schweiz
Die SBB offerieren einen Rabatt von 25 Franken auf Ihre nächste Deutschlandreise. Das Angebot ist bis zum 10. Dezember 2017 buchbar und gültig für Fahrten vom 27. November 2017 bis 31. Januar 2018, mit einem Mindestbestellwert von 80 Franken pro Buchung. Buchungen sind möglich über die Webseite www.sbb.ch/ticketshop mit dem Promo-Code „Go-Germany2“ oder beim Rail Service, Tel. 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.). Der Rail Bon zum Downloaden ist auf www.sbb.ch/25JahreICE erhältlich. Es gelten die Konditionen gemäss SBB.ch.
Info

Erstellt: 17. Nov 2017 @ 14:06

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