Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat dem neuen Fernverkehrs-Doppelstockzug von Bombardier eine befristete Betriebsbewilligung für das Schweizer Netz erteilt und damit bestätigt, dass der Zug sicher verkehren kann. Die SBB plant, den FV-Dosto im Verlauf von 2018 schrittweise in den Betrieb zu bringen.

Der neue Doppelstockzug wird mit bis zu 1300 Sitzplätzen auf bis zu 400 Metern Länge für mehr Kapazität auf der stark befahrenen West-Ost-Achse sorgen. Nach erteilter, befristeter BAV-Betriebsbewilligung führt die SBB nun Schulungen und letzte Tests durch. Danach wird der FV-Dosto ab 2018 zwecks Einführung zuerst auf wenig frequentierten Strecken eingesetzt, zum Beispiel als Interregio auf der Strecke Zürich HB – Bern und/oder als Regioexpress auf der Strecke Zürich HB – Chur. Anschliessend kommen die neuen Züge schrittweise zwischen St. Gallen – Bern – Genève Aéroport und auf anderen Intercity-Linien zum Einsatz.

In einem mehrstufigen Testverfahren hat das BAV dem neuen Doppelstockzug der SBB eine Betriebsbewilligung für das Schweizer Netz erteilt. Damit bestätigt das BAV dem Twindexx unter anderem die Erfüllung aller geforderten Kriterien punkto Sicherheit.

Der Geschäftsführer von Bombardier Transportation in der Schweiz, Stéphane Wettstein, freut sich über die erteilte Betriebsbewilligung:

„Nun können wir damit beginnen, den SBB schrittweise die Züge zu übergeben. Wir sind in der Produktion weit fortgeschritten und werden gemäss ursprünglichem Lieferplan alle Züge bis Anfang 2020 bereitstellen.“

Drei Zugstypen – total 62 Züge
Nach vollendeter Auslieferung bildet der FV-Dosto die grösste Flotte der SBB. Die 62 Twindexx Swiss Express-Züge wurden in drei Ausführungen bestellt:

  • 23 Züge RABDe 502 001–023, Version IC 200 mit Speisewagen, 8-Wagenzug
  • 30 RABe 502 201–230, Version IR 200, 8-Wagenzug
  • 9 RABe 502 401–409, Version IR 100, 4-Wagenzug

 

FV-Dosto Konfiguration_SBB CFF FFS_30 11 17
Quelle: SBB CFF FFS
Source: SBB CFF FFS
Origine: SBB CFF FFS

Diese Fahrzeuge können gekoppelt und dem Passagieraufkommen flexibel angepasst werden. So stehen für Verkehrsspitzen rund 10 Prozent mehr Sitzplätze als bei den heutigen längsten Doppelstock-Kompositionen zur Verfügung. In Nebenverkehrszeiten können die Züge wieder getrennt werden. Dadurch werden unnötige Leerfahrten vermieden sowie Energie und Kosten gespart.

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Erstellt: 30. Nov 2017 @ 11:16

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