Die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) hat im Dezember 2017 auf Simap.ch ein Refit für 9 ihrer 13 HGe 4/4 II-Lokomotiven ausgeschrieben. Den Zuschlag für die Arbeiten erhalten hat die SBB.

Mit dem Refitprogramm werden 9 der 13 MGB Zahnradlokomotiven aus den Serien HGe 4/4 II 1-5 und 101-108, erneuert. Die Sanierung umfasst eine Kastensanierung sowie den Komplettersatz von Transformator, Stromrichter mit Hilfsbetriebeumrichter, Kollektormotoren und Leittechnik. Eingebaut wird eine neue Zugsicherungsanlage ZSI-127 und ein neuer Gleitschutz, die Klima- sowie Brandmeldeanlage wird ersetzt. Das Programm soll ab 2019 umgesetzt werden und bis 2022 dauern. Als Prototyp für die Umbauten wurde die HGe 4/4 II 106 «St. Gotthard» im Oktober nach Bellinzona überführt.

Die Lokomotiven werden nach dem Refit zur Traktion der Autoverladezüge, der Güterzüge, der Infrastrukturzüge und der Glacier Expresszüge eingesetzt. Sie sollen bis 2045 in diesen Bereichen Verwendung finden. Einsätze beim Regionalverkehr sind nicht mehr vorgesehen, dort werden zukünftig ausschliesslich Triebzüge zum Einsatz kommen.

SBB führt Refit durch

Insgesamt reichten vier Anbieter ein Angebot für die Refit-Arbeiten ein. Den Zuschlag erhalten hat am 24. August 2018 die SBB, welche die Arbeiten in ihrem Werk in Bellinzona durchführen wird. Das Auftragsvolumen beträgt inklusive Anpassungen an zwei Autozug-Steuerwagen 35,4 Millionen Franken.

Eine bereits 2015 ausgeschriebene Revision für alle 13 Lokomotiven wurde 2016 abgebrochen.

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René Schäfer

Vielleicht könnte sich’s lohnen gemeinsam mit der RhB darüber nachzudenken, alle 13 HGe 4/4″ zu modernisieren und die Glacier-Express-Züge zwischen Zermatt und Chur durchgehend mit HGe 4/4″ zu führen. Mit den HGe 4/4″ wären dann allenfalls auch durchgehende Regionalzüge Chur-Andermatt-Chur realisierbar.