GAV-Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und SBB starten

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Die Verhandlungsgemeinschaft der Personalverbände (Transfair, SEV, VSLF und KVöV) trafen sich am 19. Januar 2018 zur gemeinsamen Auftaktsitzung mit den Vertretenden der beiden Arbeitgeberinnen. Dabei ging es darum, die gegenseitigen Forderungen vorzustellen und diese im aktuellen Gesamtumfeld aus Sicht des Personals, der Mitglieder und aus Sicht der SBB zu positionieren. Für Transfair besteht Weiterentwicklungsbedarf, obwohl sich die geltenden Gesamtarbeitsverträge (GAV) auf einem guten Niveau präsentieren.

Grundsätzlicher Rahmen abgesteckt
Transfair erachtet die GAV SBB und SBB Cargo als die momentan verlässlichsten Stabilitätsgaranten für die Mitarbeitenden, angesichts der grossen laufenden Baustellen wie beispielsweise das Programm „Rail Fit 20/30“, die offene Fernverkehrskonzession oder das neue Ressourcenplanungs- und Abrechnungstool „Sopre“ beim Lokpersonal. Daher ist für Transfair die Verlängerung der bestehenden GAV eine valable Option. In einer Umfrage bei seinen SBB-Mitgliedern hat Transfair im Sommer 2017 vorausschauend den Weiterentwicklungsbedarf erhoben und die organisatorischen Voraussetzungen für die GAV-Verhandlungen getroffen. Werner Rüegg, Branchenpräsident, und Bruno Zeller, Branchenleiter, führen die Verhandlungen für Transfair, unterstützt werden sie stellvertretend durch Hanspeter Hofer, Sekretär der Region Ost, und Stefan Marti, Sekretär der Region Mitte. Eine GAV-Gruppe mit SBB-Mitgliedern steht verstärkend bereit. Als Basis für Verhandlungen gelten die Bedingungen der aktuellen GAV.

Transfair strebt Optimierungen an
Im Interesse einer Weiterentwicklung stehen für Transfair die Lohnentwicklung, die Teilzeitarbeit, die Digitalisierung mit mobilen Arbeitsformen, Abgrenzung Beruf/Freizeit (Stichwort Erholung) und der Schutz vor psychosozialen Gesundheitsrisiken im Vordergrund. Weiter im Fokus steht für Transfair die Schaffung von günstigen Voraussetzungen, um der Vereinbarkeit von Beruf und Familie nachhaltiger Rechnung zu tragen. Auch beim Erhalt und der Weiterentwicklung der persönlichen Arbeitsmarktfähigkeit sowie der Stärkung der Fürsorgepflicht und Prävention sieht Transfair Verbesserungsbedarf. Arbeiten in der Nacht, an Sonn- und Feiertagen sollen weiterhin durch entsprechende Zulagen und Zuschläge abgegolten werden. Errungenschaften zum Schutz im Krankheits- oder Reorganisationsfall müssen erhalten bleiben.

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