„Von 10 auf 17“: Railplus integriert die Meterspurbahnen der Romandie

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Der neue Railplus Verwaltungsrat: Renato Fasciati (RhB, Präsident), Fernando Lehner (MGB), Martin von Känel (TMR, Vize Präsident), Georges Oberson (MOB), Michael Schürch (ZB), Severin Rangosch (BDWM), Marielle Desbiolles (LEB), Frédéric Bolliger (CJ), Joachim Greuter (Geschäftsführer Railplus), François Gatabin (MBC), Daniel Reymond (TRAVYS), Grégoire Praz (TPC), Pascal Vuilleumier (TransN), Fabian Schmid (RBS) [v.l.n.r.]. Nicht auf dem Bild: Fredy Miller (ASm), Thomas Baumgartner (AB), Urs Kessler (BOB). / Quelle: Railplus

Railplus vereint seit 13 Jahren die Interessen der Meterspurbahnen und schafft Synergien. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, die erfolgreiche Zusammenarbeit auf die Bahnen der Westschweiz zu erweitern und damit die nationale Wirkung weiter auszubauen.

Mit der Aktienübertragung und der ausserordentlichen Generalversammlung vom 25. Januar 2018 zählt Railplus neu 17 Mitgliedbahnen von Scuol-Tarasp über Glovelier bis Bière. Zusammen vertreten die 17 Bahnen rund 1‘300 Streckenkilometer oder 25% des gesamten schweizerischen Schienenstreckennetzes. Im Rahmen eines feierlichen Aktes wurden die Aktien übertragen und der neue Verwaltungsrat gewählt.

Erfahrungsaustausch, Synergien, Dienstleistungen und Lobbying

Railplus bietet den Meterspurbahnen eine umfassende Plattform, um gegenseitig vom Knowhow der Bahnen zu profitieren und um gemeinsame Mehrwerte zu schaffen. Insbesondere erbringt Railplus folgende Gemeinschaftsdienstleistungen für die Bahnen:

  • Aus- und Weiterbildungsangebote für Lokführer, Fahrdienstleiter und weitere Berufsgruppen
  • Gemeinsame Einkaufskonditionen und Rabatte
  • Best Practice Analysen und Innovationsprojekte
  • Abgestimmte Stellungnahmen an Bund und Kantone
  • Regelmässige Netzwerkanlässe für die Branche

Das «Erfolgs-Kleeblatt» von Railplus setzt sich also zusammen aus Erfahrungsaustausch, Synergien, Dienstleistungen und Lobbying.

Ein Beispiel: Seit 2015 schreiben fünf der beteiligten Bahnen gemeinsam ihren gesamten Energiebedarf aus und profitieren dadurch vom gemeinsamen Ausschreibungsknowhow. Durch optimale Konditionen sparen sie jährlich wiederkehrend mehrere hunderttausend Franken ein.

Auf den fahrenden Zug aufspringen

Der grosse Nutzen manifestiert sich sowohl materiell durch Einsparungen wie auch qualitativ durch den vielschichtigen Knowhow-Transfer und durch die Schaffung von übergeordneten Kompetenzen. Die Zusammenarbeit basiert auf dem Solidaritätsprinzip: jeder bringt sein Knowhow ein und profitiert anderseits von den Dienstleistungen und Konzepten der anderen Bahnen. Um diese Best Practices weiter zu erhöhen, werden darüber hinaus gemeinsame Studien und Analysen betrieben, so beispielsweise die Personalzufriedenheitsbefragung nach der gleichen Methode oder auch das gemeinsame Mystery Testing im Vertrieb.

Von dieser erfolgreichen Zusammenarbeit profitieren neu auch die Westschweizer Bahnen, die ab sofort ebenfalls in den Arbeitsgruppen und Projekten von Railplus mitwirken werden.

Herzlich willkommen – Soyez les bienvenus!

Die Aktionäre
Folgende Bahnen standen bereits bisher hinter Railplus:

  • Aare Seeland mobil AG, Appenzeller Bahnen AG, Berner Oberland-Bahnen AG, BDWM Transport AG, Compagnie du Chemin de fer Montreux Oberland bernois SA, Matterhorn Gotthard Verkehrs AG, Regionalverkehr Bern-Solothurn AG, Rhätische Bahn AG, Wynental- und Suhrentalbahn AG, ZB Zentralbahn AG.

Diese Bahnen sind neu dazu gestossen:

  • Compagnie des chemins de fer du Jura
  • Transports publics du Chablais
  • TRAVYS
  • Transports Publics Neuchâtelois
  • Chemin de fer Lausanne – Echallens – Bercher
  • Transports de la région Morges – Bière – Cossonay
  • Transports de Martigny et Régions
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Erstellt: 26. Jan 2018 um 17:33

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