Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben ein intensives Geschäftsjahr abgeschlossen. So wurden insgesamt 16 grössere Bauprojekte unfallfrei, termingerecht und ohne Kostenüberschreitungen realisiert. Dabei wurden fast 9’000 Gleismeter ersetzt. Höhepunkt des Jahres war die Eröffnung der Verlängerung der Linie 3 nach Saint-Louis. Finanziell schliesst die BVB das Jahr mit einem leichten Gewinn von 270’607 Franken ab.

Seit dem 9. Dezember 2017 ist die BVB das einzige städtische Verkehrsunternehmen der Welt, welches mit seinen Trams drei Länder bedient. Der Bau und die Eröffnung der Streckenverlängerung ins elsässische Saint-Louis stehen deshalb im Zentrum des BVB-Geschäftsjahres 2017. Im Fokus standen aber auch diverse Grossbaustellen mit einschneidenden Auswirkungen auf die Fahrgäste. So kam es unter anderem zu Vollsperrungen an den Hauptadern des BVB-Netzes: Aeschengraben, Greifengasse/Mittlere Brücke und Steinenberg. Insgesamt hat die BVB 2017 rund 35 Millionen Franken in die Sanierung des Streckennetzes investiert.

Die BVB transportierte 2017 fast 131 Mio. Fahrgäste. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 1.02 Prozent (2016: 132.01 Mio. Fahrgäste).

Weitere Modernisierung der BVB

Die Auslieferung der 61 Trams des Typs Flexity verläuft planmässig und wird in den nächsten Wochen abgeschlossen. Damit verfügt die BVB über eine der modernsten Fahrzeugflotten Europas. Gleichzeitig ist sich die BVB der historischen Bedeutung ihrer Flotte bewusst: So wurde die berühmte Dante Schuggi mit einer verstärkten Magnetschienenbremse aufgerüstet. Bis ins Jubiläumsjahr 2020 (125 Jahre BVB) investiert die BVB 1.85 Mio. Franken in die Ertüchtigung ihrer Oldtimer-Flotte.

BVB Dante Schuggi Oldtimer-Tram Nr 450_Basler Verkehrs-Betriebe
BVB Oldtimer-Tram „Dante Schuggi“ Nr. 450 mit Anhänger Nr. 702. / Quelle: Basler Verkehrs-Betriebe

Die BVB modernisiert sich in diversen Bereichen: Im November ging die neue BVB-Website online, die einen klaren Überblick mit den wichtigsten Informationen zum Basler ÖV-Unternehmen gibt. Ebenso konnte die BVB 13 Persönlichkeiten aus der Region für ihren «ÖV-Knigge» gewinnen. Dabei werden die Fahrgäste mit einem Augenzwinkern und mit Kindern des Basler Kindertheaters auf Verhaltensregeln im Fahrzeug aufmerksam gemacht, welche allen bekannt sind und doch nicht immer befolgt werden.

Blick in eine anspruchsvolle Zukunft

Seit dem 1. Januar 2018 wird die BVB von einem neu gewählten Verwaltungsrat mit Yvonne Hunkeler als Verwaltungsratspräsidentin geführt. Als grösste strategische Herausforderungen stehen der «Bus der Zukunft» mit dem Thema Elektromobilität sowie die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft und damit auch der Mobilitätsdienstleistungen im Vordergrund. Zudem plant die BVB im Rahmen eines Organisationsentwicklungsprojektes die Überprüfung und Verbesserung interner Prozesse und Strukturen.

«Wir setzen den eingeschlagenen Kurs fort: Eine kontinuierliche Entwicklung der BVB hin zu einem vorwärts gerichteten Unternehmen»

, sagt Verwaltungsratspräsidentin Yvonne Hunkeler.

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