Markus Montigel neuer Präsident der Institution of Railway Signal Engineers (IRSE)

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Der internationale Fachverband Institution of Railway Signal Engineers (IRSE) hat den Schweizer Markus Montigel zum neuen Präsidenten ernannt. Die IRSE hat ihren Hauptsitz in London und ist mit fast 5000 Mitgliedern der einzige weltweit tätige Fachverband im Bereich Signal-, Automatisierungs- und Bahnsicherungstechnik. Der 57-jährige ETH-Ingenieur Markus Montigel gründete 2003 die in Rotkreuz ansässige Firma Systransis, die seit Dezember 2015 zur Siemens Schweiz AG gehört.

Die Institution of Railway Signal Engineers (IRSE) kennt der ETH-Informatiker Markus Montigel bestens, war er doch von 2011 bis 2015 als erster Präsident der neu gegründeten Schweizer Sektion tätig. In dieser Funktion wurde er vor sieben Jahren auch ins IRSE-Leitungsgremium in London aufgenommen. In seinem Präsidialjahr 2018/2019 möchte Markus Montigel die Veränderungen thematisieren, die auf die Eisenbahn und die Eisenbahnsicherungstechnik zukommen.

“Ich möchte unseren Mitgliedern vor Augen führen, welche Massnahmen und Verhaltensweisen nötig sind, damit die Eisenbahn auch in Zukunft eine wichtige Rolle im gesamten Verkehrssystem spielen kann.”

Wichtige Aspekte sind für den neuen IRSE-Präsidenten Effizienzsteigerungen und wirkungsvolle Finanzierungsstrukturen. Vor allem die kostspielige Eisenbahnsicherungstechnik sollte gemäss Montigel einen höheren Zusatznutzen erbringen.

“Anstatt neue Technologien über mehrere Jahrzehnte in zahlreichen kleinen Schritten einzuführen, sollte in unserer Branche vermehrt versucht werden, grosse Veränderungen kostensparend und in kürzerer Zeit durchzuführen.”

Markus Montigel schloss 1994 sein Doktorat an der ETH Zürich mit dem Thema “beweisbare Sicherheit von Eisenbahnsteuerungen” ab. Nach seinem Studium war Montigel in Industrie, Lehre und Forschung tätig, unter anderem in Wien und New Orleans, wo er drei Jahre lang eine Assistenzprofessur für Informatik innehatte. Im Bereich Eisenbahnsteuerungen arbeitete er weltweit bei diversen Projekten an vorderster Technologie-Front mit, wie zum Beispiel in den Bereichen Stellwerkstechnik, European Train Control System (ETCS) sowie Bahnverkehrsoptimierung und Online-Diagnose.

2003 gründete Markus Montigel die Systransis AG und leitete die Firma während 13 Jahren als CEO und Präsident des Verwaltungsrates. Seit der Integration in die Siemens Schweiz AG ist er als Chief Technology Officer tätig. Systransis entwickelt innovative Bahnsicherungssysteme, die unter anderem den Zugverkehr im neuen Gotthard-Basistunnel optimieren und sichern. Die in enger Zusammenarbeit mit Siemens entwickelte Gotthard-Lösung ist das weltweit innovativste System seiner Art und hat international grosse Beachtung gefunden.

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