Pro Bahn: BAV mit Pfusch beim Fahrplanentwurf 2019

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Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat mit der im Internet aufgelegten «Vernehmlassung zum Fahrplan 2019» seinem Übernamen «Bundesamt für Versäumnisse» alle Ehre eingelegt. Es hat eine Publikation veröffentlicht, die vor der Herausgabe nicht kontrolliert wurde. Das Resultat: Sie war bei der Publikation unvollständig und mit vielen Fehlern behaftet. Inzwischen hat das BAV Korrekturen vorgenommen.

So fanden sich auf dem Fahrplanfeld Zürich – Chur IR-Züge, die zur Minute 09 in Zürich wegfahren und nach knapp anderthalb Stunden in Sargans ankommen sollen. Die normale Fahrzeit via Walensee beträgt nicht einmal eine Stunde. In Tat und Wahrheit handelte es sich um die Züge nach Chur, welche über das St. Galler-Rheintal dorthin verkehren, aber auf dem Fahrplanfeld Zürich – Ziegelbrücke Chur aufgeführt waren. Im Weiteren waren am linken Zürichsee Ufer nonstop verkehrende Züge der S 5 zwischen Pfäffikon SZ und Zürich aufgeführt. Die S 5 fährt aber von Rapperswil über Uster nach Zürich.

Gleiches musste von der neuen S 11 zwischen Zürich und dem Tösstal bis nach Wila gemeldet werden. Sie gehört ebenfalls zum Ausbau der Zürcher S-Bahn, fehlte zuerst aber in den entsprechenden Fahrplanfeldern. Niemand wusste also, wann und wo diese Züge fahren.

Die neue S 20, welche ab Mitte 2019 Stäfa mit Zürich – Hardbrücke verbindet, war auf dem Fahrplanfeld nirgends zu finden, im Begleittext der SBB aber als Neuerung umschrieben.


Anmerkung der Redaktion: Inzwischen hat das BAV Korrekturen vorgenommen und am 4. Juni wurden einige Fahrplanfelder aktualisiert.

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Erstellt: 31. Mai 2018 um 17:32

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Eduard J. Belser

Beim BAV ist man mit «wichtigerem» beschäftigt als mit diesem lästigen Fahrplanentwurfsverfahren für die Dummen, völlig unwichtigen ÖV-BenutzerInnen. Schliesslich muss z.B. pingelig und aufsässig kontrolliert werden, ob die mit Schrittgeschwindigkeit bergauf keuchende Brinenz Rothorn Bahn ihre «hoch gefährlichen» Wanderwegübergänge saniert hat.