Erster neuer Mälab-Zug von Stadler im Hauptbahnhof Stockholm vorgestellt [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 27. Juni 2018 veröffentlicht.

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Am 27. Juni 2018 hat Stadler zusammen mit Mälab und Transitio im Hauptbahnhof Stockholm den ersten neuen Mälartåg (übersetzt Mälar-Zug) vorgestellt. Der neueste Doppelstockzug von Stadler wird ab 2019 in der Region Mälardalen unterwegs sein. Die Züge von Stadler für den schwedischen Markt sind bestens für die Bedingungen im rauen nordischen Klima gerüstet. Sie bieten den Fahrgästen im Sommer wie im Winter hohen Reisekomfort.

Der neue Mälar-Doppelstockzug ist am 27. Juni 2018 im Hauptbahnhof Stockholm den Medien und geladenen Gästen vorgestellt worden. Es handelt sich um den ersten von 33 Doppelstockzügen, die Transitio – beauftragt von Mälab – bei Stadler bestellt hat. Stadler-Doppelstockzüge sind bereits in der Schweiz, in Österreich, Deutschland, Luxemburg, Russland, Georgien und Aserbaidschan in Betrieb und wurden auch in die USA verkauft. Die Züge weisen technische Parallelen zum Bestseller FLIRT auf, wie sie von der norwegischen NSB, der finnischen VR und der schwedischen MTR Express eingesetzt werden.

Die Züge sind so gebaut, dass sie auch bei minus 40 Grad und einer Schneehöhe von bis zu 800 Millimetern fahren können. Einige Beispiele für Konstruktionslösungen, die den extremen Witterungsbedingungen trotzen, sind doppelwandige Wagenübergänge, grosse Schneepflüge, effiziente Fussboden- und Seitenwandheizungen und eine speziell angepasste Isolierung. Die Unterböden der Züge sind so entwickelt, dass ein Einfrieren möglichst verhindert wird.

Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales bei Stadler, der im Hauptbahnhof Stockholm persönlich Rede und Antwort stand, sagte:

«Unsere Züge haben sich im nordischen Klima bestens bewährt, denn sie werden bereits sehr erfolgreich in Norwegen, Finnland und anderen Ländern mit langen harten Wintern eingesetzt. Der Mälar-Zug wurde in Zusammenarbeit mit schwedischen Designern auf Schweden zugeschnitten und zeichnet sich durch hohe Funktionalität, Komfort und Langlebigkeit aus.»

Mit den neuen Mälar-Zügen baut Stadler die Position in Schweden weiter aus – als zuverlässiger Hersteller von Schienenfahrzeugen mit Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h. Mit einem Komplettangebot von der Fahrzeugherstellung bis zur Instandhaltung ist Stadler in Skandinavien in kurzer Zeit stark gewachsen. Stadler sieht auch in Zukunft hohes Wachstumspotenzial, auf das sich das Unternehmen derzeit vorbereitet. Bis 2020 sollen mehr als 300 von Stadler produzierte Schienenfahrzeuge auf nordischen Schienen unterwegs sein, was einem Wachstum von fast 400 Prozent seit dem Jahr 2013 entspricht. In Schweden betreibt Stadler zwei Werkstätten mit 190 Mitarbeitenden in Hagalund und Tillberga, wo die SJ X2000 X31-Flotte derzeit in Kooperation mit ABB technisch überholt wird. Seit 2017 ist Stadler auch Mitglied bei Swedtrain.

Mehr über die Züge

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Zweiter Mälab KISS-Doppelstockzug bei der Inbetriebsetzung im Stadlerwerk in Erlen am 6. Juni 2018. / Quelle: Sandro Hartmeier

Der komfortabel ausgelegte DOSTO für die Mälardalen-Strecken ist mit flexiblen Lösungen auf das schwedische Lichtraumprofil angepasst worden. Ausserdem sind die Wintertauglichkeit des Zugs optimiert und konstruktive Massnahmen getroffen worden, um allfällige Schäden durch Kollisionen mit Wildtieren zu begrenzen. Die neuen Züge werden unter der zukünftigen Marke Mälartågen von MÄLAB verkehren. Die Fahrzeuge sind rund 105 Meter lang, bieten inklusive Klappsitzen 357 Fahrgästen Sitzplätze und sind mit bis zu 200 km/h unterwegs. Die Innenausstattung ist für tägliche geschäftliche und regionale Fahrten mit einer Fahrzeit von rund ein bis zwei Stunden ausgelegt. Fahrgäste sitzen auf komfortablen verstellbaren Sitzen mit Arbeitstischen, Steckdosen, WLAN und mehr. Grössere Gepäckstücke und Fahrräder lassen sich ebenfalls problemlos mitführen und verstauen. Es gibt drei Toiletten im vierteiligen Zug, eine davon ist für Fahrgäste mit reduzierter Mobilität (PRM). Der Führerstand (EUROCAB) weist Fahrertüren auf.

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