Die neuen Fernverkehrs-Doppelstockzüge des Typs IC 200 der SBB verfügen über vollständig neu gestaltete Speisewagen. Ab dem kommenden Fahrplanwechsel kommt das neue Speisezimmer der Nation schrittweise zum Einsatz. Die SBB setzt im internationalen und im nationalen Fernverkehr auch künftig auf Speisewagen und unterstreicht damit die Attraktivität der Bahn weiter.

Die SBB hat am 21. August 2018 in Zürich HB die neuen Speisewagen im Fernverkehrs-Doppelstockzug IC200/Twindexx den Medien vorgestellt. Dafür stand der RABDe 502 006 am Gleis 18 bereit. Die neu gestalteten Speisewagen werden ab dem Fahrplanwechsel vom 9. Dezember schrittweise eingeführt. Das neue Speisezimmer der Nation ist modern und hell eingerichtet und bietet Platz für rund 30 Personen und verkehrt vorwiegend als IC 1 zwischen Genf und St. Gallen. Betrieben wird der Speisewagen im IC200 von einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter von Elvetino. In Zügen mit Service am Platz in der 1. Klasse werden zwei Angestellte der Bahngastronomie an Bord sein.

Das neue Angebot bewährt sich bereits

Schon Anfang April hat die SBB auf ihren Zügen ein neues Catering-Angebot eingeführt. Dafür wurde die Speisekarte vollständig überarbeitet. Die SBB bietet dieses vielseitige Angebot in allen ihren Speisewagen der Intercity- und Eurocity-Zügen täglich zwischen 6:30 und 21:00 Uhr an. Zu den bewährten Schweizer Klassikern wie Wurst-Käse-Salat, Ghackets mit Hörnli oder Zürcher Geschnetzeltes wird neu auch wieder das beliebte Thai Curry oder Glasnudelsalat serviert. Reisende mit einem kleinen Hunger zwischendurch können aus einem vielseitigen Salat-Angebot oder Apero-Häppchen auswählen. Wer gern im Speisewagen frühstückt, kommt dank des reichhaltigen Angebots ebenfalls auf seine Kosten. Zudem profitieren die Reisenden von einer grösseren Auswahl an Take-Away-Produkten.

Die erste Bilanz zum neuen Catering-Angebot ist positiv. Dabei zeigt sich, dass typische Schweizer Speisen in der Gunst der Gäste zuoberst stehen. Auch beim Süssen: Insbesondere die Bündner Nusstorte kommt bei den Reisenden sehr gut an. Ebenso bewährt sich der Service am Platz in Teilen der 1. Klasse. Die Nachfrage ist vor allem während der Hauptessenszeiten hoch.

Neu arbeitet die SBB in ihren Speisewagen mit starken Schweizer Gastro-Marken zusammen, die für helvetische Eigenart und Qualität stehen, so zum Beispiel Rivella und die Erzeugnisse von regionalen Brauereien. Diese Strategie hat sich bewährt, den Kundinnen und Kunden gefällts.

Ein Trumpf beim Reisen mit der Bahn

Menükarten sind das eine, die Konkurrenzfähigkeit der Bahn im Vergleich mit anderen Verkehrsträgern das andere. Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist dabei die Gastronomie auf dem Zug. Gepflegtes Speisen während der Fahrt durch die Schweiz gehört nach wie vor zu den besonderen Erlebnissen für die SBB-Bahnkunden. Mit der Inbetriebnahme der neuen SBB Züge FV-Dosto/Twindexx und Giruno führt in den nächsten Jahren jeder Intercity- und Eurocity einen Speisewagen. Damit erfolgt bis 2021 eine Vergrösserung der Speisewagenflotte von heute 107 auf 159 Fahrzeuge.

Elvetino AG
Die Elvetino AG ist zu 100 Prozent eine Tochtergesellschaft der SBB AG und verantwortlich für das Gastronomieangebot auf SBB-Zügen. Die Elvetino AG mit Sitz in Zürich beschäftigt rund 600 Mitarbeitende, die täglich im Linien- und Eventverkehr im Einsatz stehen.
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j.r
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j.r

Alles ist toll und alles hat sich bewährt – das scheint mir aus einer Medienmitteilung der SBB abgeschrieben. Als Fahrgast sehe ich keine „positive Bilanz“ sondern eher einen Abbau an Service. Die Minibar wurde gestrichen, seither gibt’s nur noch gelegentlich ein Kaffee, in der zweiten Klasse praktisch nie. Die Menus im Speisewagen sind ok, aber auch nicht mehr als das. Die Auswahl ist nicht sonderlich gross, im Vergleich zur Auswahl im ICE-Speisewagen geradezu minimalistisch. Was von der SBB mit viel Pomp als „Catering 4.0“ angepriesen wurde ist im Endeffekt vor allem ein Angebots- und Serviceabbau. Dazu kommt noch, dass auch… Mehr lesen »

Hp. Z.
Gast
Hp. Z.

Habe auf einer Fahrt von Olten nach Baden mal das „Gegagel“ im oberen Stock des noch unbedienten Restaurant erlebt. Bin ja gespannt ob das die Mägen von empfindlichen Gästen ertragen ? Bei jeder Fahrt über eine Weiche hat der Wagenkasten geschwankt (eben „gagelet“) wie ein Schiff im Sturm. Eine weitere Fehlkonstruktion von Bombardier.