Die Wahl für den Zug des Monats September 2018 der Chemins de fer du Kaeserberg fiel auf einen Güterzug des Kombinierten Verkehrs. Damals erlebte die Bahn einen fulminanten Aufschwung des Container-Transports, Der Zug erinnert aber auch an die Lancierung der Alpeninitiative vor 25 Jahren. In deren Folge die Schweiz beschloss, die Zahl der jährlichen Transitfahrten auf der Strasse bis 2018 (heute) auf 650’000 zu senken. Das schweizerische Verkehrsverlagerungsgesetzes wurde 2001 bei 1,4 Millionen Transitfahrten beschlossen und gleichzeitig stieg das Gewichtslimit auf Strassen von 28 auf 40 Tonnen. Heute liegt die Strassentransitmenge trotz zweier Basistunnel immer noch auf dem doppelten Zielwert.

Re 4/4 II, 80 t, 4,7 MW, Last: 46 Achsen, 680 t, Vmax 100 km/h

Durch die rasante Zunahme des Container-Verkehrs wurden die Hochsee-tauglichen 20-Fuss-Grossbehälter noch längere Zeit auf Niederbordwagen der Gattung K und herkömmliche Flachwagen der Typen L oder R verladen – solange nämlich, bis genügend Spezialtragwagen der Bauart S mit Twistlock-Nocken verfügbar waren. Zu diesen Spezialwagen gehören auch die Taschen- und Wippenwagen, die neben Containern auch Sattelauflieger transportieren können. Im Zugverband rollen auch konventionelle Wagenladungen mit. So Armierungsstahl auf einem Flachwagen Rs und Gussrohre sowie eine Partie Schalhölzer auf anderen Wagen. Dieser Zug zeigt das Bild von 1995, der Zeit, als die Re 4/4 II 11241 ihr rotes Kleid bekam.

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