Werk Olten: Die neuste SBB-Instandhaltungshalle für Züge geht in Betrieb [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 3. September 2018 veröffentlicht.

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Das SBB-Werk Olten ist bereit für die Instandhaltung langer Trieb- und Gliederzüge: In den vergangenen eineinhalb Jahren sind auf dem Areal drei neue 150 Meter lange Revisionsgleise entstanden, mit welchen die 375 Fahrzeuge des Regionalverkehrs künftig effizient revidiert werden. Unter anderem wurden neue Krananlagen installiert sowie die Gebäudehülle erneuert. Herzstück der neuen Halle ist die neue Unterflurhebeanlage: Mit ihr kann ein 150 Meter langer, 300 Tonnen schwerer Zug für Revisionsarbeiten bis zwei Meter gehoben werden.

Seit mehr als 30 Jahren werden im SBB-Werk Olten Einzelwagen repariert und instandgehalten – nun wird auch an bis zu 150 Meter langen Zugskompositionen gearbeitet. Dafür musste das Werk umgebaut und mit drei neuen 150 Meter langen Revisionsgleisen erweitert werden. Zudem wurden neue Krananlagen auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern montiert sowie die Gebäudehülle erneuert.

Unterflurhebeanlage ist ein Unikat

Mit den neuen Anlagen können Reparaturen gleichzeitig unter dem Zug, seitlich, auf dem Dach sowie im Fahrzeug ausgeführt werden. In Betrieb ist zudem eine neue Unterflurhebeanlage der Firma Windhoff – SBB-weit ein Novum: Mit ihr kann ein 150 Meter langer, 300 Tonnen schwerer Zug bis knapp zwei Meter gehoben werden.

Das Werk Olten mit seinen rund 800 Mitarbeitenden ist mit der neuen Halle gerüstet für eine effizientere Instandhaltung und Revision der 375 Züge des Regionalverkehrs. Dieser setzt zunehmend auf Trieb- und Gliederzüge und ist mit seinen Kompositionen in der ganzen Schweiz unterwegs.

Die SBB investierte rund 37 Millionen Franken in die neue Instandhaltungshalle.

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