Stadler und die Havelländische Eisenbahn AG (HVLE) präsentierten am 18. September 2018 die neuste Generation der sechsachsigen EURODUAL-Lokomotive an der Innotrans. HVLE hat im Jahr 2017 zehn dieser Lokomotiven für den Gütertransport in Deutschland bestellt.

Die EURODUAL von Stadler steht für maximale Energieeffizienz, Leistung und Zuverlässigkeit – somit auch für maximale Wirtschaftlichkeit auf Seiten der Bahnbetreiber. Die leistungsstarke Lokomotive ist dafür ausgelegt, die durch gemischten Verkehr geprägten europäischen Korridore mit hoher Geschwindigkeit zu passieren. Durch das hochmoderne Adhäsionskontrollsystem und eine beachtliche Zugkraft von bis zu 500 kN kann die EURODUAL die grösste Schleppkapazität auf dem europäischen Markt bieten. Gleichzeitig wird die Umweltbelastung minimiert dank einer Recyclingrate von 97.71 Prozent und eines reduzierten Lärm- und Abgasausstosses. Der verbaute CAT C175-16 Generator erfüllt die neuesten europäischen Normen der Stufe IIIB und Stufe V.

«Vielseitigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umwelt; EURODUAL ist die technologische Antwort von Stadler auf die Herausforderungen des Schienengüterverkehrs. Mit ihrer vorausschauenden Technologie deckt sie jeden Bedarf effizient und zuverlässig ab und bietet den Bahnbetreibern zahlreiche wirtschaftliche und ökologische Vorteile»

, sagt Iñigo Parra, CEO von Stadler Valencia, bei der Vorstellung der Lokomotive an der Innotrans.

„Der Kauf der EURODUAL als Erstkunde ist ein Meilenstein in der ehrgeizigen Qualitätsstrategie von HVLE. Die EURODUAL wird es HVLE ermöglichen, unsere Marktposition zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu realisieren“

, ergänzt Martin Wischner, Vorstandsmitglied von HVLE.

HVLE plant, die EURODUAL auf der anspruchsvollen Strecke Blankenburg-Rübeland einzusetzen. Diese weist ein Gefälle von über 63‰ auf. Auf dieser steilsten öffentlichen Güterverkehrslinie Europas müssen bis zu 1‘650 Tonnen schwere Züge bergab mit zwei Lokomotiven geführt werden.

HVLE ist Erstabnehmer dieser neusten Generation von sechsachsigen, bimodalen Lokomotiven, die von Stadler für den europäischen Markt entwickelt worden sind. Der Vertrag über die Lieferung von zehn Lokomotiven – inklusive Full-Service-Wartung – ist letztes Jahr unterschrieben worden. Der Zulassungsprozess der ersten beiden Exemplare hat vor einigen Wochen in Deutschland begonnen, ausgeliefert wird ab 2020. Die leistungsstarken Lokomotiven erzeugen bis zu 7‘000 kW im elektrischen Modus und bis zu 2‘800 kW im dieselelektrischen Betrieb und werden für den Gütertransport bei Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h in ganz Deutschland zum Einsatz kommen – dies in Kombination von 15 kV AC und 25 kV AC Elektro- und Dieselantriebsmodi.

HVLE ist einer der führenden Schwerlastverkehrsbetreiber in Deutschland.

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Visualisierung der EURODUAL-Lokomotive für die Havelländische Eisenbahn Aktiengesellschaft (HVLE). / Quelle: Stadler Rail Valencia

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Stadler und die Havelländische Eisenbahn AG (HVLE) präsentieren an der Fachmesse InnoTrans 2018 Berlin die neuste…

Gepostet von info24 – ÖV Schweiz – Europa am Mittwoch, 19. September 2018

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Gepostet von Railcolor am Montag, 17. September 2018

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Eduard J. Belser
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Eduard J. Belser

Die Frage stellt sich tatsächlich: Weshalb bietet StadlerRail seine EURODUAL Loks (noch) nicht im Paket zusammen mit passenden Container-Tragwagen und einem Steuerwagen als schnellen, leisen, flexibel, europaweit einsetzbaren und innovativen Güterzug der Zukunft an? Neu konstruiert werden müssten nur die Container-Tragwagen. Passende Führerhäuser für die Steuerwagenversion wären bereits aus dem Lokprogramm abrufbar. Solche Güterzüge könnten den ganzen Güterverkehr völlig neu aufmischend und effizienter gestalten. Im Fall Rastatt und ähnlichen zukünftigen Betriebsunterbrüchen wäre mit solchen Güterzügen das grosse Geschäft zu machen.

Eduard J. Belser
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Eduard J. Belser

Mit einer Flotte solcher in Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz, Holland, Belgien und Luxemburg zugelassenen Lokomotiven und Lokführer mit entsprechenden Fahrberechtigungen, wäre der desaströs Tunneleinbruch von Rastatt gut zum umfahren gewesen. Mit passenden Container-Tragwagen und Steuerwagen könnten äusserst flexibel einzusehende, schnelle Güterzüge gebildet werden. Bei StadlerRail sollte man sich darüber Gedanken machen. Eigene Werke für die kostengünstige Produktion von Güterwagen in osteuropäischen Ländern sind bereits vorhanden und könnten damit zusätzlich ausgelastet werden. Die auch zum Bündeln der knappen Trassen geflügelt werden könnten. Die Betroffenen Bahnen sollten daraus lernen und einen gemeinsamen Pool solcher Lokomotiven mit entsprechend ausgebildetem Personal schaffen.