Stadler und die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) präsentierten 19. September 2018 an der Innotrans in Berlin den elektrischen Niederflurtriebzug Traverso. Die Fernverkehrszüge für die SOB stellen den aktuellen Entwicklungsstand der FLIRT-Fahrzeuglinie (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) dar. Technisches Highlight sind die komplett neuen Motordrehgestelle und weiter optimierte Laufdrehgestelle. Ab Fahrplanwechsel 2019 wird die neue Flotte des Erfolgsprodukts Voralpen-Express auch auf der von internationalen Touristen sehr beliebten Strecke zwischen St. Gallen und Luzern verkehren. Ein Jahr später steigt die SOB in Kooperation mit der SBB ins Fernverkehrsgeschäft ein. Die SOB fährt dann mit den neuen Traverso stündlich alternierend auch von Basel beziehungsweise Zürich über die Gotthard-Bergstrecke nach Locarno ins Tessin.

Die neuen achtteiligen Niederflur-Gliederzüge bieten den Fahrgästen eine Reise in einem einzigartigen Fahrzeug auf der einzigartigen Voralpen-Express-Strecke. Von aussen besticht der Traverso mit klarer Linienführung und dem Intercity-Frontdesign. Die hochwertige Innenausstattung ist speziell auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Benutzergruppen ausgerichtet: Pendlerinnen und Pendler finden Raum, wo sie in Ruhe arbeiten können. Touristen und Wochenend-Ausflügler geniessen die fantastische Aussicht aus den Panoramafenstern, können Skier und Velos verstauen und sich in den zwei Bistrozonen verpflegen. Für Familien steht ein eigener Familienbereich zur Verfügung. Der Zug erfüllt die neusten europäischen Behindertengleichstellungsgesetze und bietet ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen.

Die technischen Entwicklungsschwerpunkte des FLIRT für die SOB liegen hauptsächlich bei der Einführung des neuen Triebdrehgestells, der Optimierung der Laufdrehgestelle und der erfolgreichen Integration einer neuen energieeffizienten Stromrichtergeneration. Die innovative Fahrwerkstechnik sorgt für einen verschleissarmen Betrieb auf kurvenreichen Strecken. Das neuartige, leichte Drehgestell lässt sich ausserdem bei Wartungsarbeiten schnell austauschen. Der Traverso verfügt über standardisierte Komponenten auf dem Fahrzeugdach. Neben Klimaanlage, Drucklufterzeugung und -bevorratung werden auch ein Grossteil des Antriebsstrangs, wie Traktionstransformator, Kühlung, Stromabnehmer und Hauptschalter dort montiert. Es wird der neue, von Stadler und ABB gemeinsam entwickelte, Trockentransformator verbaut, der bei bereits im Einsatz stehenden FLIRT-Zügen nachweislich zu einer Senkung des jährlichen Energieverbrauchs von bis zu 7.5 Prozent führt.

Mit dem Einsatz der neuesten Antriebstechnik wird Zugfahren nochmals umweltfreundlicher. Die von ABB patentierte mehrstufige Stromrichtertopologie in Kombination mit der Trockentransformator-Technologie ermöglicht eine konsequente Leichtbauweise der Antriebskomponenten und reduziert Energieverluste im Antriebsstrang.

Mehr zu den Zügen

Die achtteiligen Züge verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 Plätze in der 1. Klasse. An allen Sitzplätzen stehen den Fahrgästen Steckdosen zur Verfügung. Die Fernverkehrsausführung des FLIRT ist für eine maximale Geschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde ausgelegt. Für das vorgesehene Einsatzgebiet ist der neue Traverso für eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde konfiguriert worden. Wie alle Fahrzeuge der FLIRT-Familie weist auch der Traverso folgende, typische Merkmale auf: Stufenlose Eingänge, eine grosszügige und übersichtliche Innenraumgestaltung und Wagenkasten in Aluminium-Leichtbauweise.

Die SOB hat über viele Jahre hinweg positive Rückmeldungen über das wohnliche Ambiente und die bequemen Sitze im bisherigen Voralpen-Express erhalten. Dieser Input ist bei den Designern angekommen. So sind unter anderem die Sitze wiederum sehr komfortabel ausgefallen und die Polstergeometrie in Anlehnung an die bisherige Bestuhlung übernommen worden.

Die neuen achtteiligen Züge sind kupferfarben. Das Halbedelmetall Kupfer symbolisiert einerseits Hochwertigkeit und Gediegenheit, andererseits ist Kupfer mit der Geschichte des menschlichen Fortschritts eng verbunden. Dieser Fortschritt spiegelt sich für die Reisenden, für die SOB und für Stadler in der Farbe Kupfer.

Total 22 neue Züge für die SOB

Ende Juni 2016 hat die SOB bei Stadler sechs achtteilige und fünf vierteilige elektrische Niederflurtriebzüge bestellt, um ab dem Fahrplanwechsel 2019 die älteren, teils 40 Jahre im Einsatz stehenden Kompositionen zu ersetzen. Die achtteiligen, am 18. September 2018 präsentierten Züge werden auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen St. Gallen und Luzern zum Einsatz kommen und das Reisen durch die Voralpen noch hochwertiger und komfortabler gestalten. Die vierteiligen Triebzüge (RV2020) mit 197 Plätzen, davon 22 in der 1. Klasse, verstärken die FLIRT-Bestandesflotte im S-Bahn Betrieb.

Ab dem 13. Dezember 2020 bedient die SOB in Kooperation mit der SBB mit den neuen Traverso auch die Fernverkehrsstrecke von Basel beziehungsweise Zürich über die Gotthard-Bergstrecke nach Locarno. Für diese Strecke hat die SOB im Rahmen einer Optionseinlösung im Dezember 2017 elf weitere achtteilige Traverso-Fernverkehrszüge bestellt.

Social Media

Testfahrten auf der SZU-Strecke zwischen Sihlwald und Sihlbrugg:
https://www.instagram.com/p/Bqz97toHeJm/

Stadler präsentiert auf der Fachmesse InnoTrans 2018 Berlin den neuen "Traverso" Voralpen-Express / "Treno Gottardo" für die Schweizerische Südostbahn AG (SOB)www.info24news.net/traversoinnotrans

Gepostet von info24 – ÖV Schweiz – Europa am Mittwoch, 19. September 2018

An der Innotrans 2018 hat Stadler Rail zusammen mit der SOB (Südostbahn AG) den neuen „TRAVERSO“ präsentiert. Nach nur…

Gepostet von schweizer-bahnen.ch am Mittwoch, 19. September 2018

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Eduard J. Belser
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Eduard J. Belser

Heute standen ein kupferfarbener SOB TRAVERSO und ein silberfarbener SOB FLIRT 3 gekuppelt auf dem Abstellgleis in Luterbach-Attisholz. Offenbar sind die Züge zwischen Solothurn und Grenchen auf Probefahrten. Besonders der kupferfarbenen SOB TRAVERO sieht wirklich toll aus und wird die Schweizer Eisenbahnszene auch farblich bereichern. Es wird ein Erlebnis sein, damit über die alte Gotthardstrecke zu fahren.

Eduard J. Belser
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Eduard J. Belser

Ich giere bereits danach, mit den neuen SOB-Zügen über die alte Gotthardstrecke zu fahren und dies zu geniessen. Aber um das Potential der Züge wirklich zu nutzen, müssen auch in Göschenen die Umsteigeverhältnisse zur MGB verbessert d.h. barrierefrei werden. Falls die neuen SOB-Züge bereits ab Zürich Flughafen zur Fahrt über den Gotthard starten könnte das für die Gäste von Saviris Ferienresort in Andermatt eine attraktive Anreisemöglichkeit werden, die entsprechend beworben werden müsste.