Fairtiq liefert Technologie für SBB-App und wird mit österreichischen Mobilitätspreis geehrt

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Fairtiq hat das Benutzen des öffentlichen Verkehrs mit dem einzigartigen Billettkauf erheblich vereinfacht. Das Berner Startup beginnt dank einer Kooperation mit den SBB das nächste Kapitel der noch jungen Unternehmensgeschichte und expandiert erstmals ins Ausland. Ausserdem erhielt Fairtiq den österreichischen Mobilitätspreis für seine überzeugende Applikation.

Ab sofort ist der aus der Fairtiq-App bekannte Schiebeknopf zum Lösen eines Tickets auch in der «Mobile Preview»-App der Bundesbahnen zu finden.

Fairtiq-CEO Gian-Mattia Schucan begründet den strategischen Entscheid, die Technologie den SBB zur Verfügung zu stellen, mit dem Nutzen für den gesamten öffentlichen Verkehr:

«Unser Ziel war und ist es, den Zugang zum öV zu vereinfachen. Bisher waren Billettautomaten, komplizierte Tarifsysteme und unpraktische Ticketing-Apps jedoch für Viele ein Verzichtgrund.»

In seinen Augen müssen diese Hindernisse reduziert werden.

«Die Schweiz hat über die Grenzen hinaus den Ruf eines öV-Landes und dient als Vorzeigebeispiel.»

«Wenn wir die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs weiter erhöhen, indem wir einen Zugang für eine deutliche grössere Anzahl Menschen erschaffen, dann hilft das am Ende dem gesamten öV»

, erläutert Schucan.

Entscheidend sei, dass die Technologie für die Kundinnen und Kunden weiterentwickelt werde.

«Dank der Kooperation mit den SBB erreichen wir deutlich mehr Leute und können unsere Dienstleistung den Bedürfnissen entsprechend optimieren»

, erklärt der CEO.

Dass Fairtiq seine Technologie nicht nur in der eigenen App verbreitet, sondern auch der SBB zur Verfügung stellt, sei kompatibel mit der Firmenstrategie. Dass die SBB auf Fairtiq setzt, zeige, dass die Richtung stimme, so Schucan.

«Natürlich hätten wir auch darauf verzichten können, unsere Technologie in andere Apps zu integrieren. Von dieser Partnerschaft profitieren aber beide Unternehmen. Denn dies erlaubt uns, Fairtiq noch schneller weiterzuentwickeln und ermöglicht, auch international erfolgreich zu sein.»

Internationale Expansion

Schucan betont, dass die Zukunft des Unternehmens international ist:

«Die technologische Entwicklung in unserem Bereich schreitet rasend schnell voran. Die Konkurrenz findet man nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit.»

Mittlerweile hat Fairtiq den ersten und bedeutsamen Schritt ins Ausland geschafft. Am 27. September wurde die App offiziell im österreichischen Bundesland Vorarlberg eingeführt. Fairtiq entwickelte in den vergangenen Monaten in enger Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) die App «Fairtiq vmobil», die ein «Klon» der Schweizer Fairtiq-App ist. Sie kann ab sofort auf iPhones und Android-Mobiltelefone heruntergeladen und für Fahrten mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln in Vorarlberg und Liechtenstein genutzt werden. In naher Zukunft sollen auch grenzüberschreitende Fahrten zwischen der Schweiz und Österreich möglich werden.

Mit österreichischem Mobilitätspreis ausgezeichnet

Zusätzlichen Schub für den Start in Österreich gab der Gewinn des österreichischen Mobilitätspreises, den Gian-Mattia Schucan am Dienstag, 18. September, in Wien in Empfang nehmen durfte. Mit seiner einmaligen Funktionsweise überzeugt die App des Berner Startups schweizweit und nun auch international: Gedanken über Zonensysteme, Tarife oder Gültigkeiten gehören der Vergangenheit an. Die App übernimmt alles und verrechnet die Billette automatisch am Tagesende zum für den Fahrgast besten Preis.

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