Mit dem Fahrplanwechsel vom 9. Dezember 2018 wird die letzte Etappe der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn umgesetzt. Dieser Angebotsausbau entschärft diverse Kapazitätsengpässe und bringt vor allem Änderungen in der Region Winterthur mit sich. Sämtliche neuen Abfahrtszeiten sind ab sofort im ZVV-Online-Fahrplan abrufbar.

Als Kernstück der dritten und letzten Etappe der 4. Teilergänzungen fährt die S11 neu auf der Strecke Aarau – Zürich – Winterthur. Sie bildet zwischen dem Limmattal und Winterthur zusammen mit der S12 einen Viertelstundentakt mit schnellen, attraktiven S-Bahn-Verbindungen über Stadelhofen und Stettbach. Darüber hinaus verkehrt die S11 abwechselnd nach Seuzach oder Sennhof-Kyburg bzw. in den Hauptverkehrszeiten bis nach Wila im Tösstal. Zwischen Zürich und Aarau ersetzt die S11 die S3 mit längeren Zügen. Die S12 verkehrt ab Winterthur neu stündlich nach Schaffhausen bzw. nach Wil SG.

Neue Verknüpfungen auf dem S-Bahnnetz

Die S3 verkehrt in den Hauptverkehrszeiten ab Zürich im Halbstundentakt nach Bülach und entlastet somit die S9. Die S24 fährt ab Winterthur neu pro Stunde je einmal nach Schaffhausen – Thayngen und einmal nach Weinfelden (anstelle der S8). Alle Bahnhöfe entlang dieser Strecke erhalten dadurch einen umsteigefreien Anschluss an den Flughafen. Einen regelmässigen Halbstundentakt erhält zudem das Tösstal mit der S26. Dieser wird vorläufig bis Bauma, ab Dezember 2019 dann bis Rüti ZH angeboten.

Änderungen im ganzen ZVV: Jetzt Online-Fahrplan konsultieren

Auch andernorts ändern teilweise die Abfahrtszeiten der S-Bahnen. Damit soll unter anderem die Zuverlässigkeit und die Pünktlichkeit der Züge weiter erhöht werden. Selbstverständlich werden die Anschlüsse der Busse an den Bahnhöfen auf die geänderten Fahrpläne ausgerichtet. Das bedeutet, dass es in weiten Gebieten des ZVV-Netzes zu kleineren und grösseren Veränderungen kommt. Der ZVV empfiehlt den Fahrgästen daher, sich frühzeitig im Online-Fahrplan zu informieren, ob ihre jeweiligen Verbindungen davon betroffen sind. Detaillierte Informationen sind zudem unter www.zvv.ch/fahrplanwechsel einsehbar.

Abschluss des grössten Angebotsausbaus im ZVV

Seit der Inbetriebnahme der Zürcher S-Bahn im Jahr 1990 haben sich die Fahrgastzahlen mehr als verdreifacht. Dies war nur dank regelmässiger Ausbauten der Schieneninfrastruktur möglich. Nach den ersten beiden Etappen der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn in den Jahren 2014 und 2015, die auf die Eröffnung der Durchmesserlinie in Zürich abgestimmt waren, schliesst die anstehende dritte Etappe im Dezember den grössten Angebotsausbau in der Geschichte des ZVV ab. Zeitlich nachgelagert wird im Sommer 2019 die S20 eingeführt, die während der Hauptverkehrszeiten für Entlastung am rechten Zürichsee-Ufer sorgt, sowie im Dezember 2019 der Halbstundentakt der S26 bis Rüti ZH.

Ausbau der S-Bahn-Flotte komplett
Ein umfangreicheres S-Bahn-Angebot verlangt auch mehr Fahrzeuge: Gleichzeitig mit dem Abschluss der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn wird der letzte «Regio-Dosto» abgeliefert. Im Auftrag des ZVV hat die SBB 49 Kompositionen dieser modernen Doppelstockzüge bestellt und seit anfangs 2012 kontinuierlich in Betrieb genommen. Die Fahrzeuge der dritten Generation der Zürcher S-Bahn sind 150 Meter lang und damit 50 Meter länger als die anderen im Einsatz stehenden Modelle. Die Zürcher S-Bahn-Flotte wuchs somit von zwölf Doppelstock-Kompositionen, die beim Start der Zürcher S-Bahn im Jahr 1990 zur Verfügung standen, auf 246 per Ende 2018.

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