Ittigen gewinnt den FLUX 2018

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Der FLUX-Preisträger 2018 ist der RBS-Bahnhof Papiermühle in Ittigen. / Quelle: Postauto

Die Jury des «FLUX – Goldener Verkehrsknoten» hat dieses Jahr Umsteigeknoten mit Meterspur unter die Lupe genommen. Eine Meterspurbahn wird umgangssprachlich auch Schmalspurbahn genannt, ihre Geleise sind 1 Meter voneinander entfernt. Im Fokus stand, wie geeignet der Umsteigeort für Pendler ist. Aus schweizweit 20 solcher ÖV-Drehscheiben geht die Gemeinde Ittigen mit ihrem RBS-Bahnhof Papiermühle als Siegerin hervor.

Die FLUX-Fachjury aus acht Schweizer ÖV-Experten und -Expertinnen trifft ihre Auswahl jedes Jahr nach einem anderen Themenschwerpunkt. Die diesjährige FLUX-Verleihung stand unter dem Motto «Meterspurknoten mit Pendlerfokus». Die Meterspurbahn heisst so, weil ihre Geleise 1 Meter voneinander entfernt sind. Die Jury hat schweizweit 20 Knoten unter die Lupe genommen, bei denen eine Meterspurbahn mit Pendlerverkehr im Zentrum steht.

Vier Bahnhöfe – die drei Berner Verkehrsknoten Ittigen Papiermühle, Bolligen und Fraubrunnen sowie Lausanne-Flon (VD) – waren für den FLUX nominiert. Gewonnen hat den FLUX 2018 die Gemeinde Ittigen. Gemeindepräsident Marco Rupp, selber Verkehrsplaner, konnte den Preis am 29. November 2018 in Bern entgegennehmen. Die Siegergemeinde erhält 5000 Franken.

Der Knoten Papiermühle ist eine der kompliziertesten Verkehrskreuzungen in der Agglomeration Bern. 12 000 Pendlerinnen und Pendler steigen hier täglich um. Der Verkehrsknoten wurde 2017 umfassend erneuert. «Der Knoten hat sich gelöst», schrieb die Gemeinde nach der Eröffnung auf ihrer Website. So passt es gut, dass sie sich für ihre Bemühungen, die sie zusammen mit dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) leistete, nun zu den Preisträgerinnen des «Goldenen Verkehrsknotens» zählen darf.

Postauto, der Verkehrs-Club Schweiz (VCS) und der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) bilden die Trägerschaft und haben den FLUX zum zwölften Mal verliehen. Der «FLUX – Goldener Verkehrsknoten» ist einer der bedeutendsten Mobilitätspreise in der Schweiz. Der Preis zeichnet jedes Jahr einen Verkehrsknoten aus, der sowohl aus Sicht der Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs als auch aus betrieblicher Sicht überzeugt. In die Auswahl der FLUX-Jury kommen ausschliesslich Verkehrsknoten, die in den letzten Jahren umgebaut wurden. Mit der Preisverleihung wird jeweils die Standortgemeinde geehrt, die für die Konzeption des Knotens verantwortlich ist.

Die FLUX-Jury
  • Ueli Stückelberger, Jurypräsident, Verband öffentlicher Verkehr (VöV)
  • René Böhlen, LITRA, Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr
  • Andreas Budliger, Postauto AG
  • Philippe Gasser, Citec SA
  • Françoise Lanci-Montant, Verkehrsclub der Schweiz (VCS)
  • Remo Petri, Procap Schweiz
  • Robert Riesen, Lineup, Kommunikationsagentur
  • Magdalena Meyer-Wiesmann, Schweizerischer Gemeindeverband
  • Paul Schneeberger, Schweizerischer Städteverband
Die bisherigen FLUX-Preisträger
  • 2007 Bahnhof Visp Qualität und Innovation für einen attraktiven öffentlichen Verkehr
  • 2008 Bahnhof Baden Wirtschaftliche Entwicklungspotenziale
  • 2009 Bahnhof Frauenfeld Inter- und Multimodalität, kombinierte Mobilität
  • 2010 Bahnhof Horgen In der Nacht
  • 2011 Bahnhof Renens Langsamverkehr und Bahnhof Wil
  • 2012 Flughafen Zürich Kundeninformation
  • 2013 Interlaken-Ost Hafenorte
  • 2014 Scuol Bestes ÖV-System in einem Bergtourismusort
  • 2015 Wallisellen Verkehrsknoten in Agglomerationen
  • 2016 Delémont Mittelgrosse Verkehrsknoten
  • 2017 Château-d’Oex Freizeitknoten mit Meterspur
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