Der Bundesrat hat am 14. Dezember 2018 die strategischen Ziele für die SBB für die Jahre 2019 bis 2022 festgelegt. Die bisherigen Eckwerte wurden beibehalten. Neu erwartet der Bundesrat, dass das Aktionariat von SBB Cargo AG geöffnet sowie die Entscheidkompetenzen des Verwaltungsrates von SBB Cargo gestärkt werden sollen.

Der Bund ist Alleinaktionär der SBB AG. Die Wahrung der Eignerinteressen obliegt dem Bundesrat. Seine Vorgaben legt er jeweils für die Dauer von vier Jahren in den strategischen Zielen fest, mit welchen er das Unternehmen steuert. Der Verwaltungsrat ist dafür verantwortlich, dass diese Ziele erreicht werden. Der Bundesrat überprüft dies jedes Jahr.

Aufgrund der positiven Erfahrungen in der Vergangenheit mit der Steuerung des Unternehmens hat der Bundesrat die Stossrichtung und die Eckwerte der strategischen Ziele für die SBB beibehalten. In einzelnen Punkten hat er Anpassungen an aktuelle Entwicklungen des Unternehmens sowie des Marktumfeldes vorgenommen. So wird beispielsweise dem Umstand Rechnung getragen, dass die kommerziellen Investitionen der SBB in der zweiten Hälfte des laufenden Jahrzehnts einen Höhepunkt erreichen werden. Vor diesem Hintergrund erwartet der Bundesrat von der SBB eine Reduktion der Verschuldungsobergrenze.

Die bedeutendste Änderung gegenüber den aktuellen Zielen betrifft den Güterverkehrsbereich der SBB. Wie in seinem Bericht «Evaluation der Weiterentwicklungsmöglichkeiten von SBB Cargo» vom 1. November 2017 festgehalten, passt der Bundesrat das strategische Ziel für SBB Cargo an. Neu soll das Aktionariat von SBB Cargo für eine Minderheitsbeteiligung geöffnet, SBB Cargo stärker aus dem Konzern gelöst und der Verwaltungsrat von SBB Cargo um Drittpersonen – namentlich um einen externen Verwaltungsratspräsidenten – ergänzt werden.

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