Moderne Traktionsstromrichter künftig bei der Forchbahn im Einsatz [aktualisiert]

Voith liefert erstmalig Traktionsstromrichter an Stadler Rail - Im Zuge der Modernisierung von 13 Schmalspurzügen der Forchbahn werden diese eingesetzt
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 16. Dezember 2018 veröffentlicht.

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Drei Be 4/6-Triebzüge der Forchbahn (FB). / Quelle: Forchbahn

Die Forchbahn AG beauftragte Stadler Rail mit der Modernisierung ihrer 13 Schmalspurzüge des Typs Be 4/6. Voith liefert hierfür die neuen Traktionsstromrichter in die Schweiz. Ziel der Modernisierung ist es, den Betrieb der Züge bis ins Jahr 2037 sicherzustellen.

Die 13 Züge des Typs Be 4/6 wurden von Stadler im Jahr 2004 an die Forchbahn (FB) geliefert. Sie verkehren zwischen Zürich Stadelhofen – Forch – Esslingen.

Neben Erneuerungen im Fahrgastraum umfasst die Revision auch den Austausch der beiden vorhandenen Traktionsstromrichter. Voith liefert hierfür modernste Stromrichter basierend auf dem Typ EmCon I1000-9AR. Im Netz der Zürcher Verkehrsbetriebe werden sie unter Gleichspannung mit 600Vdc betrieben, auf der Überlandstrecke zwischen Rehalp und Esslingen mit 1200Vdc.

Die Modernisierung der Be 4/6-Triebzüge 61 – 73 hat im September 2019 begonnen und wird Mitte 2024 abgeschlossen sein.

Für Voith ist es der erste Auftrag von Stadler Rail zur Lieferung von Traktionsstromrichter. Mit dem Betrieb der Komponenten bei der Forchbahn AG ist es darüber hinaus auch erstmalig, dass Voith Stromrichter in der Schweiz eingesetzt werden.

Verkürzte Züge ab Januar 2020
Da die Fahrzeuge des Typs Be 4/6 fit für die Zukunft gemacht werden, fehlen ab Januar 2020 zwei Wagen. Das wirkt sich auf den Rollmaterialumlauf aus: Die S18 Forch-Stadelhofen mit Abfahrt in Forch um 07:30 Uhr wird nur noch mit einem Kurzzug geführt. Zur Entlastung hält der Schnellzug Forch-Stadelhofen mit Abfahrt in Forch um 07:29 Uhr bis auf Weiteres in Zumikon.

Für das «Refit-Programm» der Fahrzeuge bei Stadler wird mit rund sechs Monaten gerechnet. Dabei werden die Wagen unter anderem mit einer neuen Fahrzeugleittechnik ausgerüstet. Der Führerstand wird den heutigen Anforderungen ergonomisch angepasst und neu ein Mehrzweckabteil für Kinderwagen, Velos und Rollstühle eingerichtet. Weiter werden neue Bodenbeläge, Haltestangen und Sitzbezüge verbaut. Weil die Forchbahn aus betriebswirtschaftlichen Gründen über keine Reservefahrzeuge verfügt, müssen einzelne Züge verkürzt geführt werden.

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