Zentrumsentwicklung Rotkreuz: Lebendiger Begegnungsort, Leben im Alter und Mobilitätsdrehscheibe

0
124
Zentrumsentwicklung Rotkreuz Busbahnhof_Gemeinde Risch_12 18
Zentrumsentwicklung Rotkreuz: Der neue, behindertengerechte Busbahnhof zwischen Zentrum Dorfmatt und neuer Bahnhofsbebauung. / Quelle: Gemeinde Risch

Die Zentrumsentwicklung rund um den Dorfmattplatz soll den Bahnhof Rotkreuz als Mobilitätsdrehscheibe stärken und die Basis für das Projekt Leben im Alter legen. Die Gemeinde Risch, die SBB und die Gemeinde Risch Immobilien AG (Griag) haben hierzu Planungen erarbeitet, welche sie der Öffentlichkeit vorstellten.

Die Gemeinde Risch plant zusammen mit der SBB aktuell die Neugestaltung des westlichen Teils des Bahnhofsareals. In einer zweiten Etappe soll auch der östliche Teil entwickelt werden. An der Buonaserstrasse will die Griag den Wohnraum für Leben im Alter ausbauen. Die Planung der Griag umfasst auch den Perimeter des heute bestehenden Alterszentrums Dreilinden. Das soll den Weg für eine langfristig überzeugende Gesamtlösung bereiten.

Neues Bahnhofsareal: wohnen, arbeiten, Besorgungen machen oder verweilen

«Bahnhöfe sollen – wo immer möglich und sinnvoll – in Zukunft nicht nur Orte des Umsteigens und des Transits sein, sondern auch Orte mit einer hohen Aufenthalts- und Servicequalität»

, erklärte Peter Wicki (SBB).

Neue Angebote ermöglichten es Nutzern, auf ihrem täglichen Weg Dinge einfach und effizient zu erledigen. Wichtiger Bestandteil der Nutzungsplanung zur Belebung des Bahnhofs sei dabei eine optimale Nutzungsmischung. Neben max. 50 Prozent Wohnungen seien Gewerbeflächen sowie diverse Läden und Dienstleistungsangebote geplant.

Neue Bahnhofsbebauung und behindertengerechter Busbahnhof

Der neue Bahnhof wird zwischen der heutigen Unterführung und der neuen Personenüberführung Ost lokalisiert sein. In der Mitte der Entwicklung am Dorfmattplatz soll ein Hochhaus entstehen. Es soll dem Platz ein stärkeres Gewicht geben und ein Gleichgewicht mit dem Hochhaus des Campus Zug-Rotkreuz der Hochschule Luzern (HSLU) auf der gegenüberliegenden Gleisseite bilden. Zwischen Zentrum Dorfmatt und neuer Bahnhofsbebauung entsteht der neue, behindertengerechte Busbahnhof. Im Erdgeschoss der Gebäude sind zum Beispiel Gastronomie oder Einkaufsläden sowie Gesundheits- oder Fitnessangebote geplant. Arkaden und Überdachungen zwischen den Gebäuden sorgen dafür, dass Fussgänger trockenen Fusses zu den Gleisen gelangen können.

Bahnhof Rotkreuz als Mobilitätsdrehscheibe

Gute Erreichbarkeit ist und bleibt für Rotkreuz wichtig. Mit dem Ausbauschritt 2035 ist vorgesehen, dass der Zimmerbergbasistunnel II realisiert wird. Damit wird das ÖV-Angebot in Rotkreuz stark verbessert.

„Deshalb sollen für die Zukunft die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Rotkreuz weiterhin gut erreichbar bleibt“

, hält Peter Hausherr fest.

Die SBB will den zukünftigen Bahnhof Rotkreuz daher als Mobilitätsdrehscheibe mit innovativen Mobilitätskonzepten, optimierten Umsteigebeziehungen und kombinierbaren Serviceangeboten entwickeln.

«Konkret bedeutet das: Nutzer können einfach und auf kurzen Wegen zum Beispiel vom Fahrrad auf den Bus oder von der Bahn aufs Auto umsteigen oder Mobilitätssharing-Angebote nutzen. Auf den gleichen Wegen können sie Besorgungen machen, zum Beispiel einkaufen oder Pakete abholen»

, erklärt Peter Wicki.

Es könne in diesem Zusammenhang durchaus von Pionierarbeit gesprochen werden. Denn Rotkreuz werde eine der ersten Gemeinden sein, in denen die SBB ein Konzept für einen «Bahnhof der Zukunft» in Angriff nimmt.

Auf Basis des aktuellen Planungsstands erstellt die Gemeinde Risch im kommenden Jahr einen Bebauungsplan, über den die Bevölkerung voraussichtlich im Jahr 2020 abstimmen wird.

Info

KOMMENTIEREN - commenter - commentare

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich zu: