Der Einsatz von Doppelgelenk-Trolleybussen zwischen den Bahnhöfen Bern und Wankdorf stiess in der Mitwirkung auf Zustimmung. Kontrovers beurteilt wird aber die vorgesehene Erschliessung der Länggasse durch ein Tram. Die Verkehrsentwicklung in diesem Quartier soll deshalb in den kommenden Jahren weiter verfolgt werden. Über den Start von Planungsarbeiten wird erst anschliessend entschieden.

Auf der Buslinie 20 zwischen dem Bahnhof Wankdorf und dem Bahnhof Bern fahren seit einigen Wochen bereits Doppelgelenk-Trolleybusse. Damit konnte die Kapazität der überlasteten Linie 20 erhöht werden. Ab dem Fahrplanwechsel Ende 2019 werden die Linien 20 und die Buslinie 12 in die Länggasse als Durchmesserlinie mit Doppelgelenk-Trolleybussen betrieben. Diese Lösung ist im Rahmen der Mitwirkung auf breite Zustimmung gestossen.

Zwischen dem Bahnhof Bern und der Gewerblich industriellen Berufsschule sind am Morgen und Abend weiterhin Verdichtungskurse nötig. Weil der heutige Wendeort bei der Haltestelle Wyleregg nicht befriedigt, soll insbesondere der in der Mitwirkung eingebrachte Vorschlag einer neuen Wendemöglichkeit auf der Ostseite der Lorrainebrücke (Känzeli) vertieft geprüft werden.

Tramentscheid erfolgt erst später und abhängig von weiterer Verkehrsentwicklung

Aufgrund der Verkehrsprognosen ist längerfristig ein Tram in die Länggasse nötig. In der Mitwirkung wurde diese Verkehrsprognose von verschiedener Seite angezweifelt. Die Verkehrsentwicklung in der Länggasse soll deshalb in den kommenden Jahren genau verfolgt werden. So werden in ein paar Jahren solide Grundlagen für einen Grundsatzentscheid zum Tram vorhanden sein. Neben der Verkehrsentwicklung müssen noch verschiedene weitere Fragen geklärt werden. So unter anderem die Anbindung der neuen Tramlinie an das übrige Tramnetz im Raum Bahnhof/Innenstadt und die Erschliessung des Lindenhofspitals. Insbesondere muss ein mit dem Tram abgestimmtes Projekt für die Sanierung der Länggassstrasse erarbeitet werden und eine Koordination mit den anderen Bauprojekten im und um das Bahnhofsareal erfolgen.

Ergebnisse Mitwirkung liegen vor – ZMB ist abgeschlossen

Die heutigen Buslinien 20 und 12 (Ast Länggasse), mit denen die Berner Quartiere Wyler und Länggasse erschlossen werden, sind sehr stark ausgelastet. Bis 2030 wird die Belastung in den Spitzenstunden auf beiden Linien noch deutlich zunehmen. Insbesondere im Korridor Länggasse werden wegen der prognostizierten Zunahme der Anzahl Studierender rund 50 Prozent mehr Fahrgäste unterwegs sein. Unter der Federführung des Kantons haben Fachleute deshalb im Rahmen einer Zweckmässigkeitsbeurteilung geprüft, wie die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden können. Die Ergebnisse der Studie wurden im April 2018 vorgestellt. Seither ist eine breite Mitwirkung durchgeführt worden. Insgesamt sind 31 Eingaben eingegangen und ausgewertet worden. Der bereinigte Schlussbericht und der Mitwirkungsbericht liegen nun vor. Die Zweckmässigkeitsbeurteilung ist somit abgeschlossen.

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