Hochperron Goldau: Wiederaufnahme Bauarbeiten am Rigi-Bahnhof

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Hochperron Goldau: Wiederaufnahme Bauarbeiten am Rigi-Bahnhof. / Quelle: Rigi Bahnen

Nach einer einjährigen Pause der Bauarbeiten am Hochperron Goldau, erfolgt nun eine Fortsetzung. In diesen Tagen werden die Bauinstallationen für den Teil-Rückbau des Zugangsturms zum Hochperron eingerichtet. Der Terminplan für die Fertigstellung des Hochperrons sieht vor, dass die Inbetriebnahme der neuen Bahnhofanlage im ersten Halbjahr 2017 erfolgt.

Nach dem Erstellen der temporären Ersatzstation auf dem Parkplatz Eichmatt, konnte der Baustart des Projektes am 7. September 2010 vollzogen werden. In der Bauphase 1 wurde die alte Bahnhofanlage ausserhalb des Hochperrons rückgebaut und mit einer neuen doppelspurigen Stationsanlage mit zwei neuen Betonbrücken ersetzt.

„Die Rigi Bahnen AG war sich bewusst, dass die Komplexität des Vorhabens einige Hürden mit sich bringen wird“

, meint Direktor Peter Pfenniger.

Herausforderungen wie Altlastenbereinigungen, Nahtstellen zum Hochperron und des SBB-Bahnhofes und enge Platzverhältnisse bereiteten der Bahn wiederholt Sorgen und brachten Überraschungen an den Tag.

In der Bauphsae 2 ging es vor allem darum, die Hochperron-Brücke aus dem Baujahr 1897 mit dem Stahlbau als Ganzes zu sanieren und zu erneuern. Insbesondere alte geschwächte Stahlträger, die Oberflächensanierung der Stahlbauteile, neue Boden- und Dachkonstruktionen und der Ersatz der Fenster, waren die wichtigsten Arbeiten die vorangetrieben werden mussten. Dazu wurde die ganze Stahlbrücke ab Februar 2014 für ca. ein Jahr staubdicht eingepackt. In der gleichen Bauphase wurde die historische Stahlbrücke in zwei spektakulären Hebe- und Senkvorgängen auf das neue Durchfahrtsprofil für den SBB 4-Meter Korridor der NEAT angepasst.

Nachdem die Rigi Bahnen AG im Dezember 2014 nochmals mit neuen Kostenerhöhungen für den Zugangsturm und die Hochperron-Brücke in der Höhe von CHF 2.6 Mio. konfrontiert wurde, musste ein „Marschhalt“ eingelegt werden um die genaue Kostenlage zu überprüfen, bevor weitere Aufträge ausgelöst würden.

„Dieser Schritt war unumgänglich, weil wir nicht mehr abschätzen konnten, wie viele Mehrkosten auf uns zukamen“

, sagt Peter Pfenniger heute im Rückblick.

Die Gesamtkosten für das ganze Projekt des neuen Bahnhofes Goldau liegen bei ca. CHF 16.5 Mio.

Nun geht es weiter! In den kommenden Tagen werden die Bauvorbereitungen für den Teil-Rückbau des alten Zugangstrums eingeleitet. Im laufenden Jahr werden die Innenausbauten der Stahlbrücke fertiggestellt. Als Hauptarbeit sind der teilweise Rückbau des ebenfalls aus 1897 stammenden Zugangsturms und dessen Innen- und Aussensanierung auszuführen. Das ganze architektonische Ensemble des Hochperrons (Stahlbrücke und Zugangsturm), welches nationalem Schutzstatus unterstellt ist, wird nach denkmalpflegerischen Vorgaben gebaut und gestaltet.

„Ich freue mich, dass wir die neue Bahnhofanlage voraussichtlich im 2017 wieder in Betrieb nehmen dürfen und die temporäre Stationsanlage beim Pfarreizentrum Eichmatt zurückbauen können“

, schliesst Peter Pfenniger ab.

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Erstellt: 20. Feb 2016 @ 09:10

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