Ursache für die Stromunterbrüche bei der AB in St.Gallen gefunden

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Aufgrund eines Stromausfalls am 20. Januar 2019 an der Haltestelle St.Gallen Marktplatz blockierter Tango-Zug der Appenzeller Bahnen. / Quelle: Stapo SG

Am vergangenen Sonntagmorgen, 20. Januar 2019 kam es im Bereich Schibenertor zum dritten Mal innert weniger Tage zu einer Störung im Fahrleitungsnetz. Dies führte zu einem Stromausfall. Die Züge der Appenzeller Bahnen (AB) können seither nicht verkehren. Es ist ein Bahnersatzdienst eingerichtet. Die Störungsfindung konnte am 22. Januar abgeschlossen werden. Ab Donnerstag, 24. Januar verkehren gemäss aktuellen Einschätzungen zwischen St.Gallen und Notkersegg wieder Züge.

Am Sonntagmorgen kam es zum dritten Mal innert weniger Tage zu einer Störung im Fahrleitungsnetz im Bereich Schibenertor. Hintergrund des Stromausfalls sind Überspannungen, die bei der Durchfahrt der Züge im St.Galler Burggraben aus Richtung Trogen in Richtung Stadtzentrum entstehen. Diese Überspannungen führten zu einer Beschädigung der Gleichrichteranlage beim Blumenbergplatz. In der Folge fiel der Strom aus. Die St.Galler Stadtwerke konnten die Schäden am Gleichrichter beheben. Im Burggraben treffen die Netze der Überlandspannung (1500V) und des Stadtnetzes (600V) aufeinander. Die Züge der Appenzeller Bahnen sind so ausgelegt, dass sie diese Spannungswechsel automatisch erkennen.

Betroffen von der Störung im Fahrleitungsnetz waren jeweils kurzfristig auch die VBSG. Nach Netzumschaltungen durch die St.Galler Stadtwerke konnten diese jedoch wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen.

Ursachen gefunden und Testfahrten am Mittwoch

Die genauen Ursachen der plötzlich eintretenden Überspannungen im Bereich der beiden Netze konnten am Dienstagvormittag gefunden werden. Eine Erkenntnis war, dass die Störungsursache vom 12. Januar nicht mit jenen vom 19./20. Januar in Zusammenhang stand. Äussere Einflüsse durch die Fahrleitung konnten im Laufe der Störungssuche ausgeschlossen werden. In der Folge konzentrierte sich die anfänglich unerklärbare Störung in beiden Fällen auf die Suche beim Fahrzeug. Umfassende Auswertungen bestätigten ein punktuell auftretendes Softwareproblem.

Thomas Baumgartner, Direktor der Appenzeller Bahnen, bestätigt:

«Wir sind froh, dass wir die Störungsursache nun gefunden haben und die Behebung angehen können.»

Die Software wird im Laufe des Tages angepasst. In der Nacht und morgen Mittwoch wird sie auf die Fahrzeuge geladen. Des Weiteren wurden am Dienstag Massnahmen umgesetzt, um die Gleichrichteranlage im Falle eines weiteren Fehlers zusätzlich zu schützen. Testfahrten im Laufe des Mittwochs müssen den Erfolg noch bestätigen. Zum Ausmass des Schadens kann zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage gemacht werden.

Züge ab Donnerstag geplant

In der Folge verkehren bis am Mittwochabend weiterhin keine Züge zwischen St.Gallen und Notkersegg. Es ist ein Bahnersatzdienst eingerichtet. Der fahrplanmässige Bahnverkehr wird gemäss aktuellen Einschätzungen am Donnerstag früh wieder aufgenommen. Informationen unter: www.appenzellerbahnen.ch/betriebslage. Die Appenzeller Bahnen bedauern die damit verbundenen Einschränkungen für die Kundinnen und Kunden und bitten um Entschuldigung.

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