Zugersee Ost: Baumeisterarbeiten an Arbeitsgemeinschaft vergeben [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 29. Januar 2019 veröffentlicht.

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Quelle: SBB CFF FFS

Die Ausbauarbeiten am Zugersee Ost werden von der ARGE ZUGO ausgeführt. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus den Firmen Marti Bauunternehmung AG, Implenia Schweiz AG, Anliker AG Bauunternehmung, Walo Bertschinger AG, Frutiger AG und Porr Suisse AG zusammen.

Für den Bau der Doppelspur zwischen Zug Oberwil und Walchwil und der Ausführung der Sanierungsarbeiten entlang der Strecke Zug – Arth-Goldau hatte die «Strabag Schweiz» nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren im Jahr 2015 den Zuschlag erhalten. Wegen eines Gerichtsverfahrens verzögerte sich der Baustart um zweieinhalb Jahre. Vor der Vertragsunterzeichnung im Herbst 2018 stellte die Strabag Nachforderungen, welche für die SBB nicht nachvollziehbar waren. Auf dieser Basis war eine Einigung leider nicht möglich. Ende 2018 wurde eine Verzichtserklärung vereinbart.

Um die Bauarbeiten wie geplant Mitte 2019 bis Ende 2020 realisieren zu können, hat die SBB Gespräche mit bei der öffentlichen Ausschreibung zweitplatzierten Bauunternehmen geführt. Die SBB konnte die Bauarbeiten an die Arbeitsgemeinschaft ARGE ZUGO vergeben, der Vergabeentscheid wurden am Mittwoch, 30. Januar 2019 auf dem Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz (Simap) publiziert.

Vorarbeiten starten im März – Hauptarbeiten folgen von Juni 2019 bis Ende 2020

Die Vorarbeiten können wie geplant im März 2019 starten. Die Hauptarbeiten werden von Juni 2019 bis Ende 2020 ausgeführt, wofür die Strecke zwischen Zug Oberwil und Arth-Goldau komplett gesperrt werden muss. Züge werden in dieser Zeit umgeleitet oder durch ein verstärktes Busangebot ersetzt. Über die Details der Fahrplananpassungen wird Anfang April 2019 informiert. Dank der Streckensperrung können die Arbeiten in einer kürzeren Bauzeit ausgeführt werden und haben weniger Emissionen für die Anwohnenden zur Folge.

Stellungnahme Implenia: Als Teil der ARGE ZUGO übernimmt Implenia die Infrastrukturarbeiten Zugersee Ost für SBB – Verbesserte Zufahrt zum Gotthard Tunnel – Auftragsvolumen von insgesamt rund CHF 100 Mio.
Die SBB vergibt die Ausbauarbeiten für die Doppelspur zwischen Zug Oberwil und Walchwil sowie die Sanierung der Strecke Zug – Arth-Goldau an die ARGE ZUGO. Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus Marti AG (Federführung), Walo Bertschinger AG, Anliker AG sowie Implenia, je mit einem 20%-Anteil. Darüber hinaus sind Porr Suisse AG und Frutiger AG zu je 10% an der ARGE ZUGO beteiligt. Auf Implenia entfällt demnach eine Auftragssumme von rund CHF 20 Mio.

Auf einer Länge von 1,7 km wird die heutige Einspurstrecke abgebrochen und von einer neuen Doppelspur ersetzt. Gleichzeitig werden auf der Strecke zwischen Zug und Arth-Goldau sieben Tunnel und rund 70 Ingenieurbauwerke (wie Brücken, Stützmauern und Durchlässe) instand gesetzt. Zudem beinhalten die Arbeiten der ARGE ZUGO auch Sicherheitsmassnahmen, um Naturgefahren entgegenzuwirken, wie den Bau von Schutzdämmen und Fangnetzen. Züge können sich künftig auf einer Strecke von knapp 2,2 km kreuzen. Dies erhöht die Kapazität im Fernverkehr auf der Gotthard-Achse sowie im Regionalverkehr und rüstet die Infrastruktur für den Bahnverkehr der kommenden Jahrzehnte.

Implenia wird ihre ausgewiesene Expertise im Bereich des Infrastrukturbaus in die Arbeitsgemeinschaft einbringen. Die Vorarbeiten beginnen bereits im März 2019, die Hauptarbeiten folgen von Juni 2019 bis Ende 2020.

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